Zinsanstieg: So können sich Immobilieneigentümer wappnen

Die Baufinanzierungszinsen haben im März den höchsten Stand seit zwölf Monaten erreicht. Wer einen Immobilienkredit oder eine Anschlussfinanzierung abschließen will, sollte die Entwicklung genau beobachten.

Bleiben die niedrigen Darlehenszinsen oder ist mit deutlichen Anstiegen zu rechnen?

Die Baufinanzierungszinsen in Deutschland haben in den vergangenen Wochen eine deutliche Bewegung vollzogen.

Im März haben die Bestkonditionen für Darlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren nach Angaben von Interhyp ein Zwölf-Monatshoch erreicht und dabei die 1,5 Prozent-Marke durchbrochen. Seit dem Monatsende zeige sich jedoch wieder eine leichte Entspannung.

Steigen die Zinsen?

Bleibt die extreme Niedrigzinsphase, oder ist mit deutlichen Anstiegen zu rechnen? Diese Frage beschäftigt Volkswirte ebenso wie Kunden, die eine Baufinanzierung oder eine Anschlussfinanzierung abschließen möchten.

In den USA ist die Zinswende vollzogen: Die amerikanische Notenbank Federal Reserve beschloss im Mitte März eine weitere Zinsanhebung. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist diesem Trend bisher nicht gefolgt und hält vorläufig an ihrer Zinspolitik fest.

Das günstige Niveau sichern

Immobilieneigentümer, die in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen, haben die Möglichkeit, sich die aktuell günstigen Zinsen mit Hilfe eines Forward-Darlehens zu sichern.

„Erfahrungsgemäß steigt bei Kreditnehmern das Interesse an Forward-Darlehen, wenn sie steigende Zinsen erwarten“, sagt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein & Co. AG, Lübeck.

Dies zeigte sich laut Dr. Klein in den Abschlusszahlen. Im Monat Februar habe der Anteil an Forward-Darlehen einen Rekordwert von 19,81 Prozent erreicht. Damit entsprach fast jeder fünfte abgeschlossene Kredit dieser besonderen Form der Anschlussfinanzierung, mit der sich die aktuell niedrigen Zinsen bis zu 66 Monate im Voraus festschreiben lassen.

Seite zwei: Wette auf den Zins

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