17. September 2018, 15:57
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Bausparen: Kassen leeren Notfallfonds um die Hälfte

Viele Kassen nutzten die Fonds aber auch dafür, ihr Eigenkapital aufzustocken. So habe etwa Schwäbisch Hall insgesamt 425 Millionen Euro aus der Reserve umgebucht.

Daran zeige sich der grundsätzliche Wandel der Branche, denn mit höherem Eigenkapital können die Kassen mehr Geld über gewöhnliche Immobilien-Kredite vergeben, um halbwegs Geschäft zu machen, während klassische Bauspar-Darlehen derzeit teuer und unbeliebt seien.

Höheres Risiko bei Immo-Krediten

Wüstenrot etwa habe zwei Milliarden Euro über Bauspar-Darlehen verliehen, aber 17 Milliarden Euro über sogenannte außerkollektive Darlehen.

Jedoch seien die gewöhnlichen Immobilien-Kredite riskanter: Diese haben oft eine größeres Volumen als Bauspar-Darlehen, bei denen es häufig nur um einige zehntausend Euro gehe. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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1 Kommentar

  1. Die Bausparkassen nutzen eine gesetzlich geschaffene Möglichkeit zur weiteren Stabilisierung ihres Geschäfts. Eine isolierte Betrachtung einzelner Reservepositionen greift zu kurz. Es geht um die Steuerung und Abdeckung der institutsspezifischen Risiken insgesamt. Dazu wurden vor allem Reservepositionen umgeschichtet – zum Beispiel Mittel aus dem Reservetopf Fonds zur bauspartechnischen Absicherung in Reservetöpfe für allgemeine Bankrisiken (340 f oder 340 g HBG). In einigen Fällen wurde der Fonds aber auch dazu genutzt, die Bausparkasse auf einen soliden Ertragspfad zu halten. Konkret ging es hier um den erwähnten neuen gesetzlichen Verwendungszweck “Sicherung der für den nachhaltigen Betriebs des Bauspargeschäfts erforderlichen kollektiv bedingten Zinsspanne.“

    Kommentar von Alexander Nothaft — 26. September 2018 @ 09:14

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