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19. Januar 2005, 00:00
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Altersvorsorge: Ahnungslose Deutsche

Eine Studie der Postbank offenbart, dass die Mehrheit der Deutschen über das Thema Altersvorsorge und etwaigen Änderungen zu diesem Thema nur mangelnde Kenntnisse besitzt. 81 Prozent der Deutschen wissen ?überhaupt nicht? oder ?nur ungefähr?, dass die gesetzliche Rente ab 2005 schrittweise voll steuerpflichtig wird.80 Prozent haben von der so genannten ?Rürup-Rente? noch nie etwas gehört, und für mehr als die Hälfte aller Berufstätigen ist der Begriff ?Altersvorsorge? negativ besetzt. Das sind drei Ergebnisse der aktuellen Allensbach-Studie ?Altersvorsorge in Deutschland 2005? im Auftrag der Postbank, Bonn.

Laut der Studie wissen die Deutschen am ehesten noch, dass seit Januar neu abgeschlossene Lebens- und Direktversicherungen nicht mehr steuerfrei ausgezahlt werden. Lediglich 22 Prozent haben von der Besteuerung nichts gehört. Von den positiven Aspekten wie etwa dem Absenken der Besteuerung des Ertragsanteils von 27 auf 18 Prozent bei privaten Rentenversicherungen wissen lediglich zehn Prozent. 58 Prozent antworteten mit ?überhaupt nicht?.

Darüber hinaus liefert die Studie auch Hinweise, welche Altersvorsorgeprodukte die Deutschen favorisieren: 24 Prozent der Berufstätigen wollen künftig eine private Rentenversicherung abschließen und nur noch sechs Prozent eine neue Lebensversicherung mit einmaliger Kapitalauszahlung. Für Aktieninvestments könnten sich elf Prozent begeistern. Bemerkenswert: Sparverträge liegen mit 23 Prozent in der Gunst der Befragten an zweiter Stelle.

Dagegen herrscht Klarheit über die Rolle, die die gesetzliche Rente bei der künftigen Altersversorgung spielen wird. Während heutige Rentner den Anteil der gesetzlichen Rente an ihren gesamten Alterseinkünften mit 82 Prozent beziffern, erwarten künftige Rentner einen Anteil von lediglich 57 Prozent. Von diesen Ruheständlern in spe erwarten 80 Prozent Einkünfte aus privaten Vorsorgeanlagen. Dies ist ein doppelt so hoher Anteil wie unter heutigen Ruheständlern (37 Prozent).Für die Studie waren vom Allensbach-Institut im November und Dezember letzten Jahres 2063 Deutsche ab 16 Jahren befragt worden.

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