21. April 2011, 16:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Griechenland: Entwarnung für deutsche Versicherer?

Ein Schuldenschnitt Griechenlands wäre für die deutsche Assekuranz voraussichtlich zu verkraften. Das Bundesfinanzministerium gab gestern bekannt, dass das Anlagevolumen der Versicherer in Griechenland Ende September 2010 insgesamt 4,9 Milliarden Euro betrug.

Griechenland-schuldenschnitt-haircut-umschuldung-127x150 in Griechenland: Entwarnung für deutsche Versicherer?“Das entspricht einem Anteil an den Gesamtkapitalanlagen von 0,3 Prozent”, teilte das Ministerium unter Berufung auf Daten der Finanzaufsichtsbehörde Bafin mit. Das Engagement bestehe fast ausschließlich aus Krediten an staatliche Stellen.

Deutschlands und zugleich Europas größter Versicherer Allianz hatte kürzlich erklärt, er habe sein Engagement in Griechenland deutlich reduziert. Auch der Rückversicherer Munich Re, der zugleich Konzernmutter der Erstversicherungsgruppe Ergo ist, ließ bereits wissen, dass er einen “Haircut” gut verschmerzen könnte.

Kritischer bestellt scheint es um die deutschen Geldinstitute: Allein bei den elf größten deutschen Banken stehen 8,7 Milliarden Euro in Griechenland im Feuer. Viele Politiker und Experten in Europa rechnen damit, dass das hochverschuldete Land seine Staatsanleihen nur noch teilweise zurückzahlt oder deren Laufzeit verlängert.

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Es wäre für uns übersichtlicher und billiger, nach einem Haircut strauchelnde Banken und Versicherer aufzufangen, als uns mit der dauerhaften Unterstützung Griechenlands (etc!) auf eine never-ending story einzulassen.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 27. April 2011 @ 10:35

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Überlastet und ausgebrannt

Hoher Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch zu viel Arbeit für die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit sind Faktoren, die bei vielen Beschäftigten hierzulande zu Überlastung führen. Das zeigt der aktuelle DGB-Report „Arbeiten am Limit“.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...