5. November 2018, 12:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Überschüsse für Lebensversicherte dürften weniger stark sinken

Der jahrelange Sinkflug der Überschüsse bei deutschen Lebensversicherungen sollte sich einer Studie zufolge 2019 deutlich abschwächen. Das erklärte Henning Kühl von Policen Direkt am Montag in Frankfurt.

Überschüsse für Lebensversicherte dürften weniger stark sinken

Die Bundesregierung hat vor wenigen Tagen beschlossen, die Regeln für den Aufbau der ZZR bereits ab 2018 deutlich abzumildern.

“Wir erwarten in der Breite keine weiteren starken Kürzungen bei der Überschussdeklaration”, so Kühl, Chefaktuar des Lebensversicherungs-Aufkäufers Policen Direkt.

“Besonders finanzstarken Versicherern trauen wir zu, dass sie ihre Überschüsse konstant halten und auch Schlussüberschüsse zahlen.” 2017 habe sich die Lage der Branche zwar erneut verschärft. Jetzt aber winkt eine milliardenschwere Erleichterung beim Aufbau von Reserven.

In den kommenden Wochen werden die deutschen Lebensversicherer wieder bekanntgeben, wie viel Zinsen sie ihren Kunden im nächsten Jahr gutschreiben.

Weniger Rendite durch ZZR

Die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung der klassischen Lebens- und Rentenversicherungsverträge war in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken, weil die Versicherer wegen der allgemeinen Niedrigzinsen am Finanzmarkt immer geringere Erträge erzielten.

Kunden mit alten Verträgen, die noch Garantiezinsen von bis zu vier Prozent vorsehen, konnten und können zwar damit rechnen, diese auch zu erhalten.

Allerdings mussten die Versicherer für diese hohen Garantieverpflichtungen seit 2011 eine Zinszusatzreserve (ZZR) aufbauen. Diese führte dazu, dass für andere Kunden mit geringeren Garantien im Vertrag noch weniger Rendite blieb als ohnehin.

Seite zwei: Bundesregierung lässt Milde walten

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Dafür lässt sich ein Bausparvertrag einsetzen

Wer Geld in einen Bausparvertrag anlegt, kann seinen Traum von den eigenen vier Wänden mit einem zinsgünstigen Darlehen finanzieren – das wissen die meisten. Doch neben Kaufen und Bauen gibt es noch viele weitere Vorhaben, die mithilfe eines Bauspardarlehens realisiert werden können. Einzige Voraussetzung: Das Geld muss für eine wohnwirtschaftliche Maßnahme verwendet werden. Annkathrin Bernritter von der Bausparkasse Schwäbisch Hall klärt auf, welche Bau- und Renovierungsmöglichkeiten sich hinter diesem Schlagwort verbergen.

mehr ...

Immobilien

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...

Investmentfonds

Facebook plant Weltwährung

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will die Finanzwelt umkrempeln und hat eine neue globale Währung erfunden. Für Milliarden Nutzer weltweit – wie er hofft. Was es damit auf sich hat

mehr ...

Berater

Nullzinspolitik: Banken werden bei Digitalisierung ausgebremst

Nach dem Willen der EZB bleiben die Nullzinsen im Euroraum noch mindestens bis 2020 bestehen. Viele Banken stellt das vor ernsthafte Probleme. 80 Prozent der Institute sagen, dass die Zinsen steigen müssen, damit sie wieder Geld verdienen. Drei Viertel verlangen von der Politik, Banken besser zu schützen und mehr zu deregulieren. Das geht aus einer Umfrage der Software-Firma Camunda hervor. 102 Führungskräfte und Projektleiter wurden befragt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Landesgesetz zur Mietpreisdeckelung verhindern Regelungen des Bundes

Das von der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke), vorgelegte Eckpunktepapier soll am 18. Juni 2019 vom Berliner Senat beschlossen werden und ein erster Gesetzesentwurf bereits Ende August vorliegen. Ein entsprechendes Gesetz könnte damit schon im Januar 2020 verkündet werden. Ein Gesetz in dieser Form wird einer umfassenden verfassungsrechtlichen Überprüfung nicht standhalten. Ein Kommentar von Dr. Markus Boertz, Kanzlei bethge | immobilienanwälte.steuerberater.notar.

mehr ...