Anzeige
Anzeige
2. April 2014, 08:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Glücklich ohne Garantie: Hoffnungsträger Multi-Asset

Dynamische Drei-Topf-Hybridmodelle, eine Mischung aus fondsgebundenen und klassischen Produkten, könnten im Rahmen der Rechnungszinsabsenkung zum 1. Januar 2015 ausgedient haben. Derweil mausern sich Multi-Asset-Fonds zum vermeintlichen Heilsbringer der Branche.

Rechnungszins

It’s in the mix: Multi-Asset-Fonds investieren nicht nur in Aktien und Anleihen, sondern unter anderem auch in Rohstoffe, Immobilienanlagen und Währungen. Befürworter betonen deshalb, dass sie Risiken breiter streuen könnten.

Auf die Produktkonstrukteure der Versicherer dürfte demächst wieder neue Arbeit zukommen. Dies gilt für jene Häuser, die auf sogenannte dynamische Drei-Topf-Hybridmodelle setzen. Bei diesen Produkten handelt es sich um eine Mischung aus fondsgebundenem und klassischem Produkt.

Drei-Topf-Hybride unter Druck

Die Beiträge der Kunden werden hier auf drei “Töpfe” verteilt: Deckungsstock, Wertsicherungsfonds und Investmentfonds. Die monatliche Neuverteilung orientiert sich an der Kapitalmarktentwicklung und der restlichen Vertragslaufzeit. Der monatliche Wertverlust der Drei-Topf-Hybride darf maximal 20 Prozent betragen.

Im Falle eines Börsenabschwungs wird ein Großteil des Guthabens in den Deckungsstock zu den Konditionen einer klassischen Rentenversicherung verzinst. Bislang beträgt die Verzinsung 1,75 Prozent – doch damit ist es wohl bald vorbei, sodass den Produkten ein Verlust ihrer Attraktivität droht: Sollte es zu einer Rechnungszinsabsenkung zum 1. Januar 2015 kommen, müssten diese Produkte “modifiziert werden, damit sie nach der Absenkung noch funktionieren”, sagt Vorsorge-Experte Professor Dr. Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) in Ulm.

Beim Analysehaus FinanzResearch heißt es, dass Produktmanager derzeit “intensiv nach Alternativen zu Drei-Topf-Hybriden nachdenken”. Bei der Basler Lebensversicherung hat man bereits mit einer Änderung reagiert: “Der dynamische Drei-Topf-Hybrid hat vor dem Hintergrund der Rechnungszinsabsenkung ausgedient”, sagt Leben-Vorstand Markus Jost.

Multi-Asset meets Drei-Topf-Hybridmodell

Widerspruch kommt von Charles Neus, Leiter Versicherungen bei der Vermögensverwaltungsgesellschaft Schroders: “Zunächst einmal wird über eine mögliche Senkung des Garantiezinses nur gesprochen. Ob sie kommt, ist noch nicht bestätigt. Entsprechend sind auch die Versicherer geteilter Meinung bei diesem für die Branche wichtigem Thema. Wir stellen zum jetzigen Zeitpunkt keine eindeutige Richtungsänderung im Bereich der Drei-Topf-Hybridmodelle fest.”

Im Oktober 2013 hatten Neus und sein Team den Fonds Schroder SSF Multi-Asset 80 (LU0941339474) auf den Markt gebracht. Dieser wurde gezielt für dynamische Drei-Topf-Hybridmodelle konzipiert.

Er bietet die benötigte Garantie in Höhe von 80 Prozent des Nettoinventarwertes, bei einem entsprechenden Verlustrisiko von 20 Prozent pro Monat. Zwar räumt Neus ein, dass im Falle einer Absenkung des Garantiezinses “natürlich auch die Berechnungen für die Drei-Topf-Hybride angepasst werden” müssten. Man stehe aber seit jeher im engen Dialog mit den Versicherungskunden und sei auch für die Zukunft gut positioniert.

Seite zwei: Neuer Ansatz für die fondsgebundene Lebensversicherung

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...