16. September 2014, 08:20

Vollmachten und Pflege: Unterstützung bei unbequemen Themen

Die Deutschen haben vor kaum etwas mehr Angst als zum Pflegefall zu werden und die Angehörigen zu belasten. Finanziell, zeitlich und natürlich auch emotional. Für Berater ergibt sich in Anbetracht einer stetig wachsenden Zielgruppe ein existenziell wichtiges Betätigungsfeld.

Gastbeitrag von Matthias Schmutzler, DV Deutsche Vorsorgedatenbank AG

Vollmacht

“Den Kunden in Bezug auf Vollmachten kompetente Hilfe und Unterstützung anzubieten schafft nicht nur neue Möglichkeiten im ureigenen Geschäftsgebiet sondern sorgt auch für qualifizierte Empfehlungen.”

Die Themen Pflege und Pflegevorsorge bestimmten in den letzten Wochen die Fachmedien. Erstaunliches war da zu lesen. Offensichtlich haben die Deutschen vor kaum etwas mehr Angst als zum Pflegefall zu werden und die Angehörigen zu belasten.

Kaum Vorsorge trotz Angst

Und doch wird im Bereich der privaten Pflegeversicherung trotz vielfältiger Möglichkeiten kaum Vorsorge getroffen. Dies bestätigen aktuelle Informationen zum Thema Vorsorgevollmacht. Die Mehrheit der Bevölkerung gibt sich noch immer der trügerischen Hoffnung hin, dass im Notfall automatisch Familienmitglieder oder nahe Angehörige die Vertretung übernehmen können. Und auch die gut Informierten tun sich oft schwer, diese Angelegenheit für sich zu klären.

Sicher spielt eine gewisse Schwellenangst vor Notar- und Anwaltskanzleien sowie die nicht  immer unbegründete Sorge vor hohen Kosten eine Rolle bei der geringen Zahl an vorhandenen Vorsorgevollmachten. Offensichtlich werden in beiden Bereichen Entscheidungen, die eigene Existenz betreffend, möglichst lange in die Zukunft verschoben. Man ahnt, dass dies nicht gut gehen kann; hofft aber, der Blitz schlägt beim Nachbar ein. Es gibt dafür einen Begriff: Prokrastination.

Existenziell wichtiges Betätigungsfeld für Berater

Für Finanzdienstleister ergibt sich in Anbetracht einer stetig wachsenden Zielgruppe ein interessantes, umfangreiches und existenziell wichtiges Betätigungsfeld. Den Kunden gerade bei diesen unbequemen Themen kompetente Hilfe und Unterstützung anzubieten schafft nicht nur neue Möglichkeiten im ureigenen Geschäftsgebiet sondern sorgt auch für qualifizierte Empfehlungen.

Die Erfahrung zeigt, dass diejenigen, die per Vorsorgevollmacht insbesondere die nächsten Angehörigen vor zusätzlichen emotionalen Belastungen im Fall der Fälle bewahren möchten, auch offen für Gespräche über die finanziellen Konsequenzen einer persönlichen Geschäftsunfähigkeit sind.

Seite zwei: Vorsorgevollmacht guter Gesprächseinstieg

Weiter lesen: 1 2


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Versicherungen


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien


Ab dem 19. Mai im Handel.

Rendite+ 2/2016 "Altersvorsorge"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds- und Indexpolicen – Dividendenfonds – Zinshäuser – Robo-Advisors


Ab dem 12. Mai im Handel.

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Warum Riestern wichtig bleibt

Altersvorsorge wird zum Politikum: Runde Tische, Deutschlandrente, Rückabwicklung der Riester-Rente oder gleich die große Rentenreform – die Sicherung der finanziellen Zukunft könnte sich zum Wahlkampfthema entwickeln. Grund genug besteht. Gastbeitrag von Tobias Haff, Procheck24.

mehr ...

Immobilien

Effizientes Heizen: Mehrfachförderung möglich

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 12. Mai eine Offensive für das Energiesparen gestartet. Die Bundesregierung fördert Umbaumaßnahmen für mehr Energieeffizienz besonders stark, wenn Verbraucher auf erneuerbare Energien setzen.

mehr ...

Investmentfonds

Dem “Brexit” ein Schnäppchen schlagen

Anleger können auf eine breite Auswahl von Assetklassen zurückgreifen, um ihr Portfolio für die verschiedenen Ausgangsszenarien des britischen EU-Referendums abzusichern.

mehr ...

Berater

Interessieren statt informieren: Setzen Sie auf Kundennutzen statt Faktenflut!

Verkaufen heißt, andere zu Taten zu bewegen. Fünf Tipps helfen Ihnen dabei, im Verkaufsgespräch sicherzustellen, dass Sie gegenüber Ihren Kunden die richtigen Signale senden. Die Limbeck-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Hahn Gruppe: Großes Stühle-Rücken im Aufsichtsrat

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Reinhard Freiherr von Dalwigk sowie Wolfgang Erbach, Robert Löer und Bärbel Schomberg sind mit Auslaufen ihrer Mandate aus dem Aufsichtsrat der Hahn Gruppe ausgeschieden.

mehr ...

Recht

Immobilie geerbt: Was ist zu tun?

Viele Bundesbürger werden in den kommenden Jahren eine Immobilie erben. Doch welche Schritte sind im konkreten Fall notwendig, um das Erbe anzutreten und wie steht es mit den Freibeträgen? Gastbeitrag von Dr. Anton Steiner, Deutsches Forum für Erbrecht e.V

mehr ...