Die Deutsche Bank bereitet ein breites Produktangebot für den geplanten Start des Altersvorsorgedepots am 1. Januar 2027 vor. Kunden sollen die neuen Vorsorgelösungen digital, telefonisch und in den Filialen der Deutschen Bank und Postbank abschließen können.
Zum Marktstart ist ein ausschließlich digital verfügbares Standarddepot der DWS vorgesehen. Es soll die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und in den ersten zwei Jahren 0,10 Prozent jährlich kosten. Während dieses Zeitraums verzichtet die DWS auf die reguläre Vertragsgebühr von 0,18 Prozent jährlich, sodass lediglich die Kosten der eingesetzten börsengehandelten Indexfonds anfallen. Anschließend steigt das reguläre Entgelt auf 0,28 Prozent jährlich.
Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein weiteres, beratungsbasiertes DWS-Angebot mit einer größeren Produktauswahl folgen. Dafür ist ein jährliches Entgelt von 0,99 Prozent vorgesehen. Es soll über die persönliche Beratung der Deutschen Bank und der Postbank erhältlich sein. Bei beiden DWS-Modellen können zusätzlich schwankende Transaktionskosten entstehen.
Altersvorsorgedepot mit und ohne Garantien
Ergänzend plant die Deutsche Bank gemeinsam mit Zurich entwickelte Versicherungslösungen. Kunden sollen dabei zwischen Produkten mit und ohne Garantien wählen können. Die Angebote sehen zudem die Möglichkeit einer lebenslangen Rentenzahlung und eine persönliche Beratung vor.
Bei den beratungsbasierten Lösungen sollen die individuelle Risikobereitschaft, die vorhandene Vorsorge und die persönlichen Anlageziele berücksichtigt werden. Die Anlagestrategie könne außerdem regelmäßig überprüft und an veränderte Marktbedingungen oder Lebenssituationen angepasst werden.
„Die private Altersvorsorge ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Deshalb setzen wir auf Wahlfreiheit statt Einheitslösungen. Zum Marktstart werden wir unseren Kundinnen und Kunden unterschiedliche Vorsorgemöglichkeiten anbieten, von einem einfachen Depot bis hin zu Angeboten mit persönlicher Beratung und zusätzlichen Serviceleistungen“, erklärt Dominik Hennen, Leiter Personal Banking Deutschland der Deutschen Bank.
Riester-Verträge vor einem Wechsel prüfen
Die Bank warnt zugleich davor, bestehende Riester-Verträge grundsätzlich aufzulösen oder in ein Altersvorsorgedepot zu übertragen. Ob sich ein Wechsel lohnt, hänge von der persönlichen Situation, den Vertragskonditionen, bestehenden Garantien und den jeweiligen Vorsorgezielen ab.
Auch für vermögende Kunden könne das geförderte Depot ein Bestandteil einer umfassenderen Vermögensstrategie sein. „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Kapitalmarkt zu erleichtern und sie bei ihren Vorsorgeentscheidungen zu begleiten“, erklärt Raffael Gasser, Leiter Wealth Management Deutschland der Deutschen Bank.
Die Deutsche Bank und die Postbank wollen ihre digitalen, telefonischen und persönlichen Zugangswege miteinander verbinden. Die Begleitung soll vom ersten Sparbeitrag über regelmäßige Anpassungen der Anlagestrategie bis zum Eintritt in den Ruhestand reichen.












