Tiere sind keine Sachen, sagt das Bürgerliche Gesetzbuch. Bei unserer Hauskatze - sie lebt seit über zwölf Jahren bei und mit uns - haben wir das nie in in Frage gestellt. Chilli, wie wir sie getauft haben, wird im April 2027 15 Jahre alt. Eine Seniorin mit Arthrose und FORL, und dennoch führt sie unser Haus mit der Autorität eines Wesens, das viel erlebt hat: als Kitten in einem Messihaushalt aufgewachsen, mit einer Drahtschlinge um den Hals, dann Tierheim, dann wir. Sie gehört zur Familie, und ja, wir haben sie versichert. Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt ein Leben, und im Alter leider auch die Krankheiten. Und die sind teuer. Doch gibt man Familie auf, wenn es gesundheitlich nicht mehr rund läuft?
Natürlich könnte ich das Geld beiseitelegen. Aber ganz ehrlich: Eine FORL-Zahn-OP mit drei Zähnen liegt locker im vierstelligen Bereich - eine Summe, die sich für einige nicht mal ebenso aufbringen lässt. Deshalb die Absicherung.
Dass immer mehr Halter so denken, zeigen die Zahlen: Mehr als zwei Millionen Haustiere sind inzwischen krankenversichert, 2019 waren es rund 845.000. Gut ist, dass sich auch die Versicherer bewegen und mehr Verlässlichkeit versprechen, etwa mit dem Verzicht auf Kündigungsrechte.
Und für die Vermittler? Für die steckt in dem Segment viel Potenzial. Wer mit Kunden über ihre Tiere spricht, landet mitten in deren Alltag und in deren Herz. Solche Gesprächsanlässe sind selten, aber sie öffnen Türen.
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