Der Provinzial Konzern hat seine Unternehmensgeschichte auf der Konzernhomepage aufbereitet. Anlass ist ein Jubiläum: Am 30. November 1676 gründet der Hamburger Rat die Hamburger Feuerkasse und entwickelt damit das Solidarprinzip entscheidend weiter. Statt nach einem Brand Geld für den Wiederaufbau einzusammeln, zahlen die Mitglieder fortan im Vorfeld regelmäßig Beiträge in eine gemeinsame Kasse ein.
Damit wird erstmals in Deutschland das moderne Versicherungsprinzip systematisch angewandt. Die Hamburger Feuerkasse gilt bis heute als die älteste durchgehend aktive Versicherung der Welt und bildet einen Grundstein des heutigen Provinzial Konzerns.
Die historische Aufbereitung zeigt, wie sich aus dieser Idee im Hamburg des 17. Jahrhunderts über Jahrhunderte der heutige Konzern entwickelte. Nach dem Vorbild der Feuerkasse entstehen weitere Versicherungen, darunter die Feuersozietät für das Herzogtum Kleve und die Grafschaft Mark, die Lippische Landesbrandversicherung und die Provinzial Nord. Ihre Geschichten verbinden sich im Lauf der Zeit mit der des heutigen Provinzial Konzerns.
Von der Feuerkasse zum Allround-Versicherer
Im 18. Jahrhundert verbreitet sich das Prinzip der öffentlich-rechtlichen Versicherung in weiteren Regionen. 1722 entstehen in den preußischen Territorien Kleve und Mark die Provinzial-Feuersozietäten, aus denen später die Provinzial Rheinland und die Provinzial Westfalen hervorgehen. 1752 gründet Graf Simon August zur Lippe die Lippische Landesbrandversicherung.
Im 19. Jahrhundert verändert die Industrialisierung den Versicherungsbedarf grundlegend, Unternehmen wollen nun auch Maschinen, Einrichtungen und Waren absichern. Im 20. Jahrhundert entwickeln sich die Vorgängerunternehmen von regionalen Feuerversicherern zu Allround-Anbietern, ab 1915 ergänzen Lebensversicherungen und weitere Sparten das Angebot.
2020 fusionieren die Provinzial NordWest und die Provinzial Rheinland zum heutigen Provinzial Konzern. Die digitale Zeitreise mit historischen Dokumenten, Bildern und Stationen der Konzerngeschichte ist unter provinzial-konzern.de abrufbar.
Zahlen, die den heutigen Konzern zeigen
Für den Provinzial Konzern arbeiten heute mehr als 12.000 Menschen im Innen- und Außendienst. Rund 1.300 Agenturen, mehr als 100 Sparkassen sowie Maklerinnen und Makler betreuen über fünf Millionen Privat- und Firmenkunden. Mit Beitragseinnahmen von mehr als sieben Milliarden Euro zählt die Provinzial zu den Top-10-Versicherungsgruppen Deutschlands in der Schaden-/Unfall- und Lebensversicherung.
„Unsere Geschichte beginnt mit einer ebenso einfachen wie starken Überzeugung: Gemeinsam lassen sich Risiken besser tragen“, sagt Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender des Provinzial Konzerns. „Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und eines wirtschaftlich unsicheren Umfelds ist dieses Prinzip aktueller denn je. Versicherungsschutz muss für Menschen und Unternehmen verlässlich und bezahlbar bleiben. Zugleich müssen wir gemeinsam mit Kommunen und Kundinnen und Kunden noch stärker in Prävention investieren.“ Diese Verbindung von Tradition und aktuellem Anspruch prägt auch die Aktivitäten, mit denen der Konzern sein Jubiläumsjahr gestaltet, so Breuer.
Jubiläum mit Engagement vor Ort
Im Jubiläumsjahr verbindet der Provinzial Konzern seine Nähe zu den Regionen mit konkreten Projekten vor Ort. Mit der Aktion „Bodenluft 350“ fördert der Konzern gemeinsam mit seinen Agenturen regionale Entsiegelungsprojekte. Kundinnen und Kunden, Kommunen, Vereine, Schulen und Unternehmen erhalten für die ökologische Aufwertung von Flächen Fördermittel: 500 Euro für private sowie 1.000 Euro für öffentliche oder gewerbliche Flächen. Zusätzlich werden besonders engagierte Agenturen mit Preisgeldern ausgezeichnet.
Entsiegelte und begrünte Flächen sollen dazu beitragen, Regenwasser besser versickern zu lassen, Hitze zu mindern und die Aufenthaltsqualität vor Ort zu verbessern. Die Aktion verbindet damit praktischen Umweltschutz, regionale Verantwortung und den Präventionsgedanken, der seit jeher zum Versicherungsprinzip gehört. Die Förderung umfasst insgesamt 350.000 Euro, weitere Informationen zu den Förderbedingungen gibt es unter bodenluft.net.
Darüber hinaus können mehr als 6.000 Beschäftigte des Innendienstes bis Ende 2026 einen Arbeitstag für ehrenamtliches Engagement einsetzen. Sie entscheiden selbst, welche Initiative sie in ihrer Region unterstützen, etwa im sozialen Bereich, im Rettungswesen, im Tier- und Naturschutz oder im Sport. „Die Wirkung eines solchen Engagements entsteht vor allem vor Ort“, sagt Wolfgang Breuer. „Unsere Mitarbeitenden kennen ihre Regionen und die Menschen, die dort Verantwortung übernehmen. Deshalb geben wir ihnen Zeit und Raum, sich dort einzubringen, wo Unterstützung konkret gebraucht wird.“
Ergänzt wird das Jubiläumsjahr durch weitere interne Formate, die den Austausch über Bereiche, Standorte und Agenturen hinweg fördern. Dazu zählt unter anderem ein gemeinsames Sticker-Sammelalbum zur Konzerngeschichte.















