Krypto-ETPs normalisieren digitale Vermögenswerte

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Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Institutionelle Investoren planen verstärkt den Einsatz von Krypto-ETPs, sehen aber regulatorische und operative Risiken.

Krypto-ETPs gewinnen bei institutionellen Investoren an Bedeutung. Eine internationale Studie zeigt steigende Investitionsabsichten und Mittelzuflüsse. Zugleich bleiben Regulierung und Marktrisiken zentrale Hürden.

Die zunehmende Nutzung von Krypto-ETPs trägt dazu bei, digitale Vermögenswerte in etablierten Portfolioallokationen zu verankern. Das zeigt eine weltweite Studie von Nickel Digital Asset Management. Dafür wurden mehr als 200 Führungskräfte institutioneller Investoren und Vermögensverwalter befragt.

84 Prozent der Teilnehmer erwarten, dass digitale Vermögenswerte durch die stärkere Nutzung von Krypto-ETPs innerhalb von drei Jahren zu einem üblichen Bestandteil von Allokationsmodellen werden. 26 Prozent stimmen dieser Einschätzung uneingeschränkt zu.

Mehr als die Hälfte der Befragten plant den Einstieg: 55 Prozent geben an, in den kommenden zwei Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmals Krypto-ETPs einzusetzen. Sie wollen damit entweder ihr Engagement in digitalen Vermögenswerten ausbauen oder erstmals in diese Anlageklasse investieren. 19 Prozent nutzen solche Produkte bereits, weitere 23 Prozent halten einen Einstieg für wahrscheinlich.


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Institutionelle Investoren erwarten steigende Mittelzuflüsse

Auch bei der Entwicklung des Marktes überwiegt die Zuversicht. 81 Prozent rechnen in den kommenden 12 Monaten mit steigenden Nettozuflüssen in ETFs auf digitale Vermögenswerte. 19 Prozent erwarten sogar einen drastischen Anstieg.

Die Befragung wurde in den USA, Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Singapur, Brasilien und den nordischen Ländern durchgeführt. Rund 90 Prozent der Teilnehmer erklären, dass das Wachstum von ETPs die Wahrnehmung digitaler Vermögenswerte innerhalb ihrer Organisation positiv beeinflusst habe.

Davon könnten auch aktive Anbieter profitieren. 87 Prozent erwarten, dass die wachsende Verbreitung von ETPs in den kommenden 24 Monaten die Nachfrage nach aktiven Managern für digitale Vermögenswerte und spezialisierten Hedgefonds erhöhen wird. 22 Prozent rechnen mit einem erheblichen Nachfrageanstieg. Lediglich drei Prozent erwarten einen leichten Rückgang.

Regulierung bleibt das größte Hindernis

Trotz der positiven Erwartungen sehen die Investoren weiterhin Hürden. Für 52 Prozent ist die regulatorische Unsicherheit das größte Hindernis für eine stärkere institutionelle Nutzung von Krypto-ETPs. 44 Prozent weisen darauf hin, dass ETFs die zugrunde liegenden Markt- und Verwahrrisiken nicht beseitigen. 40 Prozent sorgen sich um Liquidität und Handelskosten.

Als wichtigsten Vorteil nennen 28 Prozent, dass sich für Krypto-ETPs leichter die Zustimmung eines Anlageausschusses oder Vorstands einholen lässt. 21 Prozent schätzen ihre Liquidität und Transparenz, während 20 Prozent auf einfachere operative Abläufe und Verwahrungsmodalitäten verweisen. Für 74 Prozent sind Gebühren und Gesamtkostenquoten bei der Fondsauswahl entscheidend oder sehr wichtig.

Uneinigkeit besteht darüber, in welcher Region das institutionell verwaltete Vermögen am schnellsten wachsen dürfte. Jeweils 27 Prozent nennen die USA und Europa, 26 Prozent den Nahen Osten. Großbritannien erreicht 11 Prozent.

Multi-Asset-Kryptokörbe mit hohem Wachstumspotenzial

Bei den Produktgruppen erwarten die Befragten in den kommenden zwei Jahren das stärkste Wachstum bei Multi-Asset-Kryptokörben. Diese werden von 45 Prozent genannt, gefolgt von aktiv verwalteten ETFs auf digitale Vermögenswerte mit 43 Prozent. 39 Prozent rechnen mit einem starken Wachstum bei Staking- oder anderen renditeorientierten Produkten, 38 Prozent bei Fonds mit tokenisierten realen Vermögenswerten.

Anatoly Crachilov, CEO und Gründungspartner von Nickel Digital, erklärt: „Krypto-ETPs entwickeln sich zu einer wichtigen Brücke zwischen dem traditionellen Finanzwesen und digitalen Vermögenswerten. Indem sie einen vertrauten, transparenten und operativ unkomplizierten Zugang bieten, tragen sie dazu bei, dass Anlageausschüsse digitale Vermögenswerte in die Diskussion über etablierte Portfolioallokationen einbeziehen.“

Crachilov ergänzt: „Allerdings bieten ETPs in erster Linie ein passives Marktengagement. Mit der zunehmenden Beteiligung institutioneller Investoren erwarten wir eine steigende Nachfrage nach spezialisierten aktiven Managern, die in der Lage sind, mit den Ineffizienzen, der Volatilität und der operativen Komplexität der Märkte für digitale Vermögenswerte umzugehen. Bei Nickel haben wir das institutionellen Anforderungen entsprechende Risikomanagement, die notwendige Verwahrungsarchitektur und die erforderlichen Anlagekompetenzen aufgebaut, um diese Chancen zu nutzen und zugleich den Standards bei Unternehmensführung und Vermögensschutz gerecht zu werden, die institutionelle Investoren erwarten.“


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