Krypto-Vermögen trotzen der Korrektur: Weltweit 135.694 Millionäre

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Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Der Crypto Wealth Report 2026 zeigt, wo Krypto-Vermögen wachsen und welche Staaten Investoren attraktive Bedingungen bieten.

Bitcoin liegt deutlich unter seinem Rekordhoch, doch digitale Vermögen bleiben weltweit auf dem Vormarsch. Der Crypto Wealth Report 2026 zählt 135.694 Krypto-Millionäre und zeigt, welche Staaten im Wettbewerb um sie vorn liegen.

Weltweit verfügen 135.694 Menschen über digitale Vermögenswerte im Wert von jeweils mindestens einer Million US-Dollar. Darunter sind 92.272 Bitcoin-Millionäre. Das geht aus dem Crypto Wealth Report 2026 des Beratungsunternehmens Henley & Partners hervor. Der gesamte Kryptomarkt erreichte zum 31. August 2026 ein Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar, davon entfielen 1,6 Billionen US-Dollar auf Bitcoin.

Der Bitcoin-Kurs lag zu diesem Zeitpunkt rund 38 Prozent unter seinem Höchststand vom Oktober 2025. Gegenüber dem Einbruch zur Jahresmitte, als die Kryptowährung auf weniger als die Hälfte ihres Rekordwerts gefallen war, hat sich der Kurs jedoch erholt. Im historischen Vergleich blieb die Korrektur moderat: Nach den Höchstständen von 2011, 2013, 2017 und 2021 verlor Bitcoin jeweils mehr als 75 Prozent.


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Der Report zählt außerdem 290 Krypto-Anleger mit digitalen Vermögenswerten von mindestens 100 Millionen US-Dollar sowie 23 Krypto-Milliardäre. Insgesamt besitzen demnach rund 742 Millionen Menschen digitale Vermögenswerte, darunter 371 Millionen Bitcoin. Der Kreis der Eigentümer hat sich damit trotz des Marktrückgangs vergrößert.

Singapur führt das Ranking an

Der Henley Crypto Adoption Index bewertet 36 Länder anhand von mehr als 900 Datenpunkten. Untersucht werden unter anderem Regulierung, Besteuerung, Infrastruktur, Innovationskraft und die Nutzung digitaler Vermögenswerte. Singapur führt das Ranking im vierten Jahr in Folge an und erreicht den höchsten Wert in der Kategorie Innovation und Technologie.

Die Vereinigten Arabischen Emirate steigen vom fünften auf den zweiten Rang. Bei der Steuerfreundlichkeit erreichen sie zehn von zehn Punkten, da auf Krypto-Handel, Staking und Mining keine Steuern erhoben werden. Hongkong folgt auf Platz drei und führt bei Infrastruktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die USA liegen auf Rang vier, die Schweiz komplettiert die ersten fünf Plätze.

Auf den weiteren Positionen folgen Malta, Thailand, das Vereinigte Königreich, Zypern und die Bahamas. Neu vertreten sind neben den Bahamas auch die Kaimaninseln, Bahrain, Argentinien, die Malediven, Naoero und Paraguay. Malta erhält im Vergleich die höchste Bewertung für sein regulatorisches Umfeld.

Regulierung entscheidet über Standortwahl

Digitale Vermögenswerte lassen sich zwar nahezu unabhängig vom Aufenthaltsort übertragen, ihre Eigentümer bleiben jedoch an nationale Steuer-, Rechts- und Regulierungsrahmen gebunden. Für vermögende Krypto-Anleger gewinnen daher Wohnsitz, Staatsbürgerschaft und die Wahl der Jurisdiktion an Bedeutung.

In Europa hat die Markets in Crypto-Assets Regulation einen einheitlichen Rahmen geschaffen. Sie trat im Dezember 2024 vollständig in Kraft. Nationale Unterschiede bestehen weiterhin bei Steuern und Aufenthaltsprogrammen. Portugal stellt Gewinne aus digitalen Vermögenswerten steuerfrei, wenn diese länger als ein Jahr gehalten wurden. Italien verlangt von qualifizierten neuen Steuerresidenten eine jährliche Pauschalabgabe von 300.000 Euro auf ausländische Einkünfte.

Auch außerhalb Europas verschärft sich der Wettbewerb. Dubai richtete 2022 eine eigenständige Aufsichtsbehörde für virtuelle Vermögenswerte ein. Singapur lizenziert Dienstleister über die Monetary Authority of Singapore und erhebt bei Privatanlegern keine Kapitalertragsteuer. In der Schweiz bleiben private Kapitalgewinne steuerfrei; zugleich hat sich Zug als Standort für Blockchain-Unternehmen etabliert.

Neue Meldepflichten erhöhen Transparenz

Die Standortwahl wird künftig stärker von steuerlicher Transparenz geprägt. 76 Jurisdiktionen haben sich dem Meldesystem der OECD für Krypto-Vermögenswerte angeschlossen. Der erste Informationsaustausch zwischen 46 Staaten und Gebieten ist für September 2027 vorgesehen.

Auch Herkunftsnachweise gewinnen an Bedeutung. Antigua und Barbuda sowie St. Kitts und Nevis berücksichtigen dokumentierte digitale Vermögenswerte bei ihren Staatsbürgerschaftsprogrammen. Ein Wallet allein reicht für die Prüfung jedoch nicht aus. Daniel Hartnett von LSEG Risk Intelligence sagt: „Ein Wallet kann zeigen, dass ein Wert vorhanden ist. Es kann aber nicht die ganze Geschichte des Menschen dahinter erzählen.“

Der vollständige Crypto Wealth Report 2026 ist online verfügbar.

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