Paribus startet Unternehmensanleihe zum Kauf von Fondsanteilen

Google Cash. bei Google als bevorzugte Quelle markieren
Foto: Paribus/Nils Hendrik Müller
Das Fondsobjekt ist an die BSH Hausgeräte GmbH vermietet.

Paribus Finance startet den Vertrieb einer "Unternehmensanleihe 2026/2030" mit einem Emissionsvolumen von zehn Millionen Euro. Die besicherte Inhaberschuldverschreibung bietet 5,5 Prozent Zins. Besonderheit ist der Verwendungszweck des Geldes.

Paribus Finance hat den Vertrieb der im März 2026 begebenen Unternehmensanleihe 2026/2030 gestartet. Die besicherte und nicht nachrangige Inhaberschuldverschreibung ist mit 5,5 Prozent pro Jahr verzinst, die Zinsen werden halbjährlich gezahlt. Das Emissionsvolumen beträgt bis zu zehn Millionen Euro, die Stückelung liegt bei 1.000 Euro, teilt das Unternehmen mit.


Das könnte Sie auch interessieren:

Den Nettoemissionserlös von rund 9,5 Millionen Euro will die Emittentin für den Erwerb von Anteilen am Publikums-AIF „Paribus Technologiezentrum Berlin“ verwenden. Die erworbenen Fondsanteile werden zugunsten der Anleihegläubiger verpfändet. Neben dem Rückzahlungsanspruch gegenüber der Emittentin bestehe damit eine zusätzliche Sicherheit.

Der Fonds hält einen rund 37.000 Quadratmeter großen Büro-, Forschungs- und Laborcampus in Berlin-Spandau. Alleiniger Mieter ist bis August 2036 die BSH Hausgeräte GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH. BSH nutzt den Standort als Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Bereich Wäschepflege.

Fonds ursprünglich 2010 aufgelegt und 2023 an KAGB angepasst

Planmäßig läuft die Unternehmensanleihe bis zum 20. März 2030. Paribus Finance kann die Laufzeit jedoch bis längstens zum 20. März 2032 verlängern. Für diesen Verlängerungszeitraum steigt die Verzinsung auf 6,5 Prozent pro Jahr. Das öffentliche Angebot richtet sich an Anleger in Deutschland und Luxemburg. Vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung läuft die Angebotsfrist bis zum 25. Februar 2027.

Der Fonds war ursprünglich im Jahr 2010 aufgelegt und nach Ablauf der geplanten Laufzeit per April 2023 an das inzwischen eingeführte KAGB angepasst worden. Die Altgesellschafter hatten die Wahl, zu kündigen und auszuscheiden oder im Fonds zu verbleiben. Auch die verbleibenden Gesellschafter sollten im Zuge der Umstellung hohe Zahlungen in Form von Sonderentnahmen erhalten.

Produktreihe geplant

Insgesamt beliefen sich die Zahlungen an Altgesellschafter auf rund 74,6 Millionen Euro. Sie sollten durch neues Fremdkapital sowie eine Kapitalerhöhung finanziert werden, die zunächst den Altgesellschaftern angeboten wurde. Ende November 2025 teilte Paribus dann mit, dass der Fonds in den Vertrieb geht. Das geplante Eigenkapital durch Neugesellschafter belief sich demnach auf 66,5 Millionen Euro, wovon gut zehn Millionen Euro schon durch Altgesellschafter (inklusive fünf Millionen Euro durch Paribus Capital) gezeichnet waren.

Die nun aufgelegte Emission soll indes kein einmaliges Angebot sein. „Mit der Unternehmensanleihe 2026/2030 erweitern wir unser Investmentangebot erstmals um eine besicherte Anleihe. Damit starten wir eine Produktreihe mit klarem Sachwertbezug. Wir erreichen damit neue Kundengruppen, die über die Anleihe von einem festen Zinssatz, einer vergleichsweise kurzen Laufzeit und einer renditestarken Beimischung im Wertpapierdepot profitieren können“, sagt Hans-Henning Brand, Geschäftsführer bei Paribus und für den Vertrieb der Anleihe zuständig.


Top-Ergebnisse bei Markt-Mediastudien


Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments