Der deutsche Einlagenmarkt ist im ersten Halbjahr 2026 trotz hoher Aktionszinsen nur geringfügig gewachsen. Nach Berechnungen von Barkow Consulting legten die Einlagen gegenüber Dezember 2025 lediglich um 0,5 Prozent zu. Damit fiel das Wachstum auch für das saisonal üblicherweise schwächere erste Halbjahr niedrig aus.
Dabei bieten zahlreiche Banken derzeit Aktionszinsen für Tagesgeld, die über dem Referenzzins der Europäischen Zentralbank liegen. Der „Barkow Consulting Einlagen-Monitor“ zählt mehr als 70 Institute mit entsprechenden Angeboten. In der Spitze liegen die Aktionszinsen den Angaben zufolge bis zu zwei Prozentpunkte über dem EZB-Referenzzins.
Von der Entwicklung profitieren vor allem kleinere Privatbanken. Zu dieser Gruppe zählt Barkow Consulting unter anderem große Direktbanken, Autobanken und Chase. Sie gehören im ersten Halbjahr zu den Gewinnern bei der Entwicklung der Kundeneinlagen.
Große Privatbanken verlieren bei Einlagen
Anders sieht es bei den großen Privatbanken aus. Barkow Consulting zählt Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank sowie deren Tochtergesellschaften zu den Verlierern des ersten Halbjahres. Auch die Volksbanken verzeichneten Einbußen, allerdings in deutlich geringerem Umfang als die großen Privatbanken.
Die Sparkassen konnten ihre Privatkundeneinlagen gegenüber Dezember 2025 zwar um 0,09 Prozent steigern. Dennoch verloren sie im ersten Halbjahr Marktanteile.
Der Einlagen-Monitor von Barkow Consulting verknüpft die Entwicklung von Einlagen und Marktanteilen mit Zinsaktionen, Wettbewerbsaktivitäten und weiteren Indikatoren. Die Daten werden auf Ebene des Gesamtmarktes, einzelner Bankengruppen und einzelner Institute ausgewertet.
















