Photovoltaik im Steinbruch: Talanx startet Projekt mit Heidelberg Materials

Foto: Cash./KI-generiertes Symbolbild
Solarpark im Steinbruch

Konversion mal anders: Talanx investiert in Photovoltaik auf stillgelegten Steinbruchflächen und setzt damit auf neue Wege der Energiegewinnung. Das Projekt in Hannover ist Teil einer größeren Strategie und könnte Signalwirkung für die Industrie haben.

Die Talanx Gruppe beteiligt sich an einem Photovoltaik-Projekt auf einer ehemaligen Abbaufläche von Heidelberg Materials in Hannover. Das Unternehmen investiert einen zweistelligen Millionenbetrag und legt damit den Grundstein für eine Reihe weiterer Projekte auf stillgelegten Steinbruchflächen.

Ziel ist es, bislang ungenutzte Areale für die Produktion von nachhaltigem Strom zu erschließen. Gemeinsam mit Heidelberg Materials und dem Energieanbieter WI Energy soll so eine Projektpipeline entstehen, die zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse beiträgt.


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„Das Projekt hat das Potenzial, Standards für die gesamte Branche zu setzen – auf einer nicht mehr genutzten Abbaufläche entstehen hochmoderne Solarkraftwerke, die nachhaltigen Strom erzeugen und auch wirtschaftlichen Mehrwert bringen. Damit werden Brachflächen aufgewertet und tragen zur nachhaltigen Energiewende der deutschen Industrie bei. Wir sind stolz, Partner bei diesem innovativen Projekt zu sein“, sagt Dr. Jan Wicke, Finanzvorstand der Talanx AG.

Solarstrom für Industrieproduktion

Am Standort im hannoverschen Stadtteil Misburg hat im Frühjahr 2026 der Bau der Anlage begonnen. Die geplante Leistung liegt bei rund 25 Megawatt peak. Damit kann Strom für etwa 7.200 Haushalte erzeugt werden, gleichzeitig sollen rund 18.700 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Ein Großteil der erzeugten Energie ist bereits verplant: Rund 60 Prozent des Stroms werden über langfristige Lieferverträge direkt an das Produktionswerk von Heidelberg Materials vor Ort gehen. Weitere Projekte an anderen Standorten des Baustoffkonzerns sind bereits in Vorbereitung.

Partnerschaft und langfristige Perspektive

Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Heidelberg Materials und WI Energy, das die Betriebsführung der Anlagen übernehmen soll. Die Investition wird über Ampega Asset Management gesteuert, eine Tochtergesellschaft der Talanx AG.

„Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer ESG-Ambitionen und unterstützen Heidelberg Materials dabei, seinen CO2-Fußabdruck über eine nachhaltige Eigenstromproduktion zu reduzieren“, sagt Dr. Thomas Mann, Sprecher der Geschäftsführung von Ampega. „Das Projekt bietet neben bestehenden Netzanschlüssen und einer hohen Skalierbarkeit zudem die Möglichkeit, andere Technologien wie Batteriespeicher in die Investitionslogik zu integrieren.“

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