Savills: Spitzenrenditen für Büroimmobilien bleiben in Europa weitgehend stabil

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Foto: Jacek Kryściak / stock.adobe.com
Erstklassige Objekte sind weiterhin gefragt (Symbolbild).

Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien in Europa haben sich im zweiten Quartal 2026 weitgehend stabil entwickelt. Gleichzeitig steigt der Anteil grenzüberschreitender Investitionen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Welche Entwicklungen den Markt derzeit prägen, zeigt die aktuelle Analyse von Savills.

Im zweiten Quartal 2026 haben sich die durchschnittlichen Spitzenrenditen für Büroimmobilien in Europa mit 4,9 Prozent weitgehend stabil entwickelt. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Savills hervor. Mit „Spitzenrendite“ ist das Verhältnis von Jahres-Nettomiete zum Kaufpreis bei Transaktionen mit erstklassigen Objekten gemeint.

Rückgänge verzeichneten Dublin mit minus zehn Basispunkten auf 4,75 Prozent, Mailand mit minus 25 Basispunkten auf 4,00 Prozent sowie Brüssel mit minus fünf Basispunkten auf 4,75 Prozent. In Oslo stieg die Spitzenrendite nach einer Zinserhöhung der Norges Bank um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent. Auch in Düsseldorf erhöhte sie sich um zehn Basispunkte auf 4,60 Prozent.


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Nach Einschätzung von Savills hat der Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Erholung der Investitionstätigkeit im laufenden Jahr gebremst. Transaktionsprozesse benötigen demnach mehr Zeit bis zum Abschluss. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft von Investoren, wieder in europäische Büroimmobilien zu investieren. Besonders gefragt sind Objekte mit stabilen Erträgen und geringem Sanierungsbedarf.

Der Verkaufsdruck bleibt nach Angaben des Immobilienberaters weiterhin gering. Eigentümer halten an ihren Preisvorstellungen fest, während das begrenzte Angebot an erstklassigen Immobilien die Preisentwicklung im Spitzensegment zusätzlich stützt.

Grenzüberschreitende Investitionen legen zu

James Burke, Director, Global Cross Border Investment bei Savills, sagt: „Laut Real Capital Analytics-Daten machten grenzüberschreitende Investitionen in europäische Büroimmobilien im ersten Halbjahr 2026 36 Prozent der Gesamtaktivität aus, was seit 2022 den größten Anteil darstellt. Wir beobachten weiterhin eine besonders hohe Aktivität von Käufern aus dem europäischen Raum, darunter spanische Family-Offices, französische SCPIs, deutsche institutionelle Fonds und Versicherungen sowie tschechische Konzerne. Schwedische Auslandsinvestitionen gewinnen zusätzlich zunehmend an Dynamik. Gleichzeitig beobachten wir einen zwar moderaten, aber dennoch bemerkenswerten Anstieg der Aktivität von Eigennutzern.“

Auch auf der Nutzungsseite zeigen sich Unterschiede zwischen den zentralen Lagen und den Gesamtmärkten. Laut Savills ist die durchschnittliche Leerstandsquote in den europäischen Central Business Districts seit 2019 um 220 Basispunkte auf 4,9 Prozent gestiegen. Auf Gesamtmarktebene fiel der Anstieg mit 500 Basispunkten auf 9,5 Prozent deutlich höher aus. Dies unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach zentral gelegenen und hochwertigen Büroflächen.

Mike Barnes, European Office Research Director bei Savills, sagt: „Die Nutzernachfrage auf den europäischen Büromärkten liefert weiterhin überzeugende Argumente für Investoren. Der Flächenumsatz hat sich insgesamt als widerstandsfähig bewiesen, doch die Zusammensetzung der Nachfrage hat sich verändert. Mieter brauchen länger, um sich für neue Flächen zu entscheiden, und der Anteil der Mietvertragsverlängerungen bleibt hoch, was sowohl wirtschaftliche Zurückhaltung als auch die hohen Kosten für den Innenausbau widerspiegelt. Gleichzeitig befördert das begrenzte Angebot an erstklassigen Flächen in zentralen Lagen das Mietwachstum, insbesondere bei Gebäuden mit hoher Ausstattung und Energieeffizienz.“


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