Trump beeinflusst Stimmung an den Märkten

Nach der Wahl von Donald Trump sieht Aviva Investors massive Veränderungen auf die Finanzmärkte zukommen. Zudem erwartet das Investmenthaus, dass die Weltwirtschaft 2017 und 2018 das höchste Wachstum seit 2011 aufweisen wird.

Ian Pizer ist bestens für die globale Wirtschaftsentwicklung gestimmt.
Ian Pizer ist bestens für die globale Wirtschaftsentwicklung gestimmt.

Aviva Investors erwartet für das erste Quartal, dass die sogenannten Trumponomics, die angestrebte Wirtschaftspolitik Donald Trumps, ein stärkeres Wachstum, eine steigende Inflation und somit auch die Rallyes und höheren Renditen in einigen Finanzmärkten unterstützen werden.

Reflation wird gewinnen

Der Sieg von Donald Trump an den Wahlurnen am 9. November 2016 hat die globalen Märkte signifikant beeinflusst. Er führte zu einer starken Aktien-Rallye in entwickelten Märkten und ließ die Renditen an allen wichtigen Anleihemärkte ansteigen. Die Marktbewegungen folgten den Anzeichen im vergangenen Jahr, dass die Reflation, die von Investoren zu dieser Zeit weitgehend unterschätzt wurde, über die Deflation triumphieren würde.

Starker Wachstumsanstieg

Aviva Investors rechnet damit, dass die globalen Wachstumsaussichten eine höhere Inflation unterstützen. Zudem erwartet das Investmenthaus, dass die Weltwirtschaft 2017 und 2018 das höchste Wachstum seit 2011 aufweisen wird, insbesondere wenn andere Länder den USA bei der Implementierung einer expansiveren Fiskalpolitik folgen sollten.

Ian Pizer, Head of Investment Strategy bei Aviva Investors, kommentiert: „Eine signifikante Steuerreform könnte in den USA ein potentieller Game-Changer sein und würde 2017 Aktien in entwickelten Märkten unterstützen, während die erhöhten Infrastruktur-Ausgaben den Industrie- und Rohstoffsektor ankurbeln würden.“

„Der Aufwärtstrend bei den globalen Renditen wird sich fortsetzen und den europäischen sowie US-Finanzwerten helfen, obwohl die Zentralbankpolitik im Euroraum und in Japan zu einem zunehmend unterschiedlichen Ausblick gegenüber den USA führen könnte. Zudem sollten die Zentralbanken weiterhin am Kauf von Unternehmensanleihen festhalten, da die Spreads im Verhältnis zu den Bewertungen in anderen Assetklassen weiterhin attraktiv sind.“

„In den Schwellenländern dürften sich die Unternehmensgewinne weiterhin zusammen mit den Fundamentaldaten erholen, doch die Bedrohung durch einen verstärkten globalen Protektionismus würde Schwellenländeraktien härter treffen als andere Aktienmärkte. Zudem würde eine Stärkung des Protektionismus die Erholung der Fundamentaldaten bei Schwellenmarktanleihen herausfordern.“ (tr)

Foto: Aviva Investors

 

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