Hausbank, Bausparkasse oder Vermittler: So gelingt die passende Baufinanzierung

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Kunden und Berater sitzen am Tisch, man sieht einen Laptop und schriftliche Unterlagen.
Foto: Freedomz – stock.adobe.com
Wer der richtige Finanzierungspartner ist, hängt auch vom Beratungsbedarf der Kunden ab (Symbolbild).

Die Wahl des Kreditgebers beeinflusst eine Immobilienfinanzierung oft stärker als der Zinssatz allein. Je nach Erfahrung, Beratungsbedarf und Kaufzeitpunkt können Hausbanken, Bausparkassen, Vermittler oder Direktbanken unterschiedliche Vorteile bieten.

Wer eine Immobilie finanzieren möchte, steht vor der Wahl zwischen Hausbank, Bausparkasse, Finanzierungsvermittler und Direktbank. Nach Ansicht der Bausparkasse Schwäbisch Hall sollte dabei nicht allein der Zinssatz den Ausschlag geben. Ebenso wichtig sei, ob Beratung, Angebot und Service zum jeweiligen Vorhaben passen.


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Thomas Billmann, Finanzberater bei Schwäbisch Hall, rät dazu, zunächst die eigene Ausgangssituation zu analysieren. Wer bislang keine Erfahrung mit Immobilienfinanzierungen habe, benötige in der Regel mehr Beratung als Käufer mit Vorkenntnissen. Auch der Zeitpunkt spiele eine Rolle: Ob der Immobilienkauf unmittelbar bevorsteht oder zunächst Eigenkapital aufgebaut werden soll, beeinflusse die Wahl des passenden Finanzierungspartners.

„Die Frage lautet nicht: Wer ist der günstigste Anbieter? Sondern: Welcher Anbieter passt zu mir?“, sagt Billmann.

Hausbank und Bausparkasse im Vergleich

Für viele Käufer ist die Hausbank der erste Ansprechpartner. Kundenbeziehungen bestehen häufig bereits seit Jahren, wodurch die finanzielle Situation meist bekannt ist. Das könne die Beratung erleichtern. Zudem blieben Berater häufig auch nach dem Immobilienkauf Ansprechpartner, etwa bei einer Modernisierung oder einer Anschlussfinanzierung.

„Wer beispielsweise Kunde einer Volksbank ist, profitiert häufig von kurzen Wegen: Viele Institute verfügen über eigene Baufinanzierungsexpertise, können bei Bedarf aber Spezialisten aus den Partnerunternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe einbeziehen“, sagt Billmann. Den Angaben zufolge verfügen viele Institute zudem über regionale Kontakte, etwa zu Handwerkern oder Energieberatern. Unabhängig davon empfiehlt Schwäbisch Hall, Angebote mit denen anderer Banken zu vergleichen.

Bausparkassen begleiten Kunden häufig bereits mehrere Jahre vor dem Immobilienkauf. Sie unterstützen beim Vermögensaufbau und bieten die Möglichkeit, Darlehenszinsen frühzeitig zu sichern. Ein Bausparvertrag ist dabei nach Angaben des Unternehmens meist ein Baustein innerhalb einer Gesamtfinanzierung und wird häufig mit einem Annuitätendarlehen kombiniert. „Wer schon weiß, dass er später in der eigenen Immobilie wohnen möchte, profitiert. Bausparkassen unterstützen Kunden schon frühzeitig, wenn es um die Frage geht, wie sich der Weg ins Eigenheim sinnvoll vorbereiten lässt – häufig mit staatlicher Förderung“, sagt Billmann.

Vermittler und Direktbanken mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Freie Finanzierungsvermittler können sich insbesondere für Verbraucher eignen, die möglichst viele Angebote vergleichen möchten. Sie arbeiten mit verschiedenen Banken und Finanzierungspartnern zusammen und nutzen digitale Plattformen, um Finanzierungsangebote sowie Fördermöglichkeiten gegenüberzustellen und zu kombinieren.

Direktbanken richten sich vor allem an Kunden, die den gesamten Finanzierungsprozess weitgehend digital abwickeln möchten und nur geringen Beratungsbedarf haben. Da Filialen und persönliche Ansprechpartner in der Regel entfallen, bieten sie häufig günstigere Konditionen und schnelle Abläufe. Bei komplexeren Finanzierungsvorhaben, etwa bei der Einbindung verschiedener Förderprogramme, kann eine persönliche Beratung jedoch sinnvoll sein.

Nach Einschätzung von Schwäbisch Hall sollten Käufer vor der Entscheidung unter anderem klären, wie viel Beratung sie benötigen, ob sie eine persönliche oder digitale Betreuung bevorzugen, mehrere Angebote vergleichen möchten und ob der Immobilienkauf unmittelbar bevorsteht oder erst in einigen Jahren geplant ist.

„Die beste Finanzierung ist nicht automatisch die günstigste. Entscheidend ist, dass Anbieter und Finanzierung zum Käufer und seinem Immobilienprojekt passen“, fasst Billmann zusammen.


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