W&W setzt auf Digitalisierung und weniger Mitarbeiter

Mit schnelleren Prozessen, Versicherungen per Mausklick und weniger Mitarbeitern will der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) sich für die Zukunft rüsten. Bis 2020 sollen für Digitalisierung und Mitarbeiter-Qualifizierung rund 170 Millionen Euro mehr aufgewendet werden als in den vergangenen drei Jahren.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender von W&W: „Schwieriges Marktumfeld“

Die Zahl der Beschäftigten soll kontinuierlich sinken, indem nicht jeder Mitarbeiter, der in Rente geht, ersetzt wird. Das sagte W&W-Vorstandschef Jürgen Junker am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen von 2017 in Kornwestheim.

Den Jahresüberschuss konnte W&W im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent auf 258 Millionen Euro steigern. Das Marktumfeld sei jedoch schwierig gewesen, sagte Junker. Der Erfolg sei zu einem guten Teil auf bereits eingeleitete Veränderungsprozesse zurückzuführen.

Fallender Aktienkurs

Ende 2017 beschäftigte W&W 6.600 Mitarbeiter, das waren rund 150 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Für 2018 rechnet der Vorstand wegen der höheren Investitionen mit einem geringeren Überschuss von rund 200 Millionen Euro.

Bei den Anlegern kam all das zunächst schlecht an. Die Aktien fielen am Nachmittag als einer der größten Verlierer im Kleinwerteindex SDax um mehr als acht Prozent. (dpa-AFX)

Foto: W&W

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