29. November 2016, 13:45
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Falschberatung: Höheres Haftungsrisiko für Immobilienvermittler

In der vorliegenden Fallkonstellation liegen laut BGH “mehrere Möglichkeiten der Reaktion auf die richtige Aufklärung” vor – es sei nicht auszuschliessen, dass der Anleger die Investition trotz der höheren Belastung, also wenn er richtig beraten worden wäre, trotzdem getätigt hätte.

Beweislast trifft Vermittler

Damit ändert der BGH seine Rechtsprechung. Er vertritt nun, “dass sich der Ausschluss der Kausalitätsvermutung in den Fällen eines Entscheidungskonflikts nicht mit dem Zweck der Aufklärungs- und Beratungspflichten verträgt, dem Anleger eine sachgerechte Entscheidung über den Abschluss bestimmter Geschäfte zu ermöglichen.”

Daher werde jetzt davon ausgegangen, “dass die Vermutung der Ursächlichkeit eines Beratungsfehlers des Verkäufers für den Entschluss des Käufers zum Erwerb einer als Kapitalanlage angebotenen Immobilie (Kausalitätsvermutung) auch anzuwenden ist, wenn sich der Käufer bei richtiger Information in einem Entscheidungskonflikt befunden hätte”.

Die Beweislast “ob die dem Käufer erteilten Fehlinformationen für dessen Entscheidung zum Kauf irrelevant gewesen sind” läge auch in dieser Fallkonstellation beim Vermittler. (nl)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Artikel. Die Rechtslage ist ja in der Immobilienvermittlung wichtig. Auch wenn natürlich nach bestem Wissen und Gewissen beraten wird.

    Kommentar von Amalia B — 31. Juli 2017 @ 11:28

  2. Wenn Politiker für ihre Entscheidungen in die Haftung genommen würden, hätten wir bald keine Kandidaten mehr.

    Kommentar von Eugen Klaholz — 5. Dezember 2016 @ 14:23

  3. Ist ja klasse, wann fangen die Politiker denn mal an für ihren Mist zu haften?

    Kommentar von Jan Lanc — 29. November 2016 @ 19:05

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