6. Februar 2018, 10:30
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Wohninvestments: Hohe Nachfrage bei geringem Angebot

Eine wesentliche Ursache für die generell hohe Nachfrage der Investoren und Anleger nach Immobilien liegt in der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase.

Das wesentlichste Anlagemotiv sei nach wie vor die Alternativlosigkeit im sicheren Bereich der Wertpapiere. Bei Aktienquoten von 100 Prozent selbst in konservativen Depots bleiben die Anleger nervös.

“Da lockt nach wie vor der vermeintlich sichere Hafen des Betongoldes, wobei Sandbänke, Riffe und Untiefen sehr gern übersehen oder schön geredet werden“, erklärt Oliver Moll, Inhaber und Geschäftsführer von Moll & Moll Zinshaus, Hamburg.

Kaum Veränderungen in Sicht

Vielen Investoren geht es dabei laut Ulrich Dahl, Geschäftsführer Engel & Völkers Commercial Rheinland, nicht in erster Linie um die Erträge aus den Anlageobjekten: “Hauptmotiv vieler Anleger in den A-Standorten ist sicherlich, den Wert des Geldes durch die Investition in Immobilien zu sichern. Renditeaspekte finden immer weniger Beachtung.“

Nach Einschätzung von Heidrich sind grundlegende Veränderungen nicht in Sicht. “Die Anlagemotive der letzten Jahre sind derzeit weiterhin intakt. Das Niedrigzinsumfeld und ein Mangel an risikoarmen Investitionsmöglichkeiten führten auch 2017 zu einem hohen Kapitalzufluss in den Zinshausmarkt.“

Nachfrage bleibt 2018 hoch

Für 2018 lasse sich derzeit kein fundamentaler Wandel des Anlageumfelds erkennen. “Selbst bei einem leichten Anstieg des Zinsniveaus, was derzeit möglich erscheint, sollten sich die Auswirkungen auf den Zinshausmarkt vorerst begrenzt halten. Andere risikoarme Anlagen wie Bundesanleihen dürften 2018 weiterhin keine Alternative darstellen“, so Heidrich.

Derzeit gibt es nach Einschätzung von Dahler keine Anhaltspunkte, die auf einen Rückgang der Nachfrage schließen lassen. „Lediglich die Orientierung wird sich verschieben. In den A-Lagen sind kaum noch ertragreiche Objekte zu finden, die verfügbar sind. Und die Ausnahmen zeichnen sich vor allem durch sehr hohe Preise aus, deren Folge sinkende Anfangsrenditen sind.“ Die Preise werden laut Dahler weiter steigen, wenn auch moderater als bisher. (bk)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2019.

Foto: Shutterstock

 

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