14. Februar 2018, 10:30
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Wohninvestments: Was Anleger bei Zinshäusern beachten sollten

Die sogenannte Mikrolage und ihre Infrastruktur spielen eine wichtige Rolle. Zu den wichtigen Kriterien der Mieter gehört etwa die gute Erreichbarkeit von Geschäften des täglichen Bedarfs, Restaurants und Arztpraxen.

Familien legen zudem Wert auf die Nähe von Schulen und Kindergärten. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel erhöht die Attraktivität einer Immobilie und damit auch die erzielbaren Mieteinnahmen.

Aber auch das infrage kommende Objekt selbst sollte gründlich geprüft werden. “Wie ist der Zustand der Bausubstanz? Sind kurz-, mittel- oder langfristig Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten zu erwarten? Diese Faktoren bilden die Grundlage für das dritte Kriterium: die Mieterstruktur beziehungsweise die Mieten. Eine geringe Fluktuationsrate steht für stabile Mieterträge“, sagt Dahler.

Beratung durch Experten

Interessenten sollten sich gründlich informieren, ob etwa bei dem ausgewählten Objekt ein Sanierungsstau vorliegt. Mängel wie eine alte Heizungsanlage oder ein erneuerungsbedürftiges Dach können ansonsten erhebliche Kosten nach sich ziehen.

Es gibt somit viele Faktoren, die bestimmen, wie attraktiv ein Zinshaus ist und welcher Mietertrag erzielt werden kann. Daher ist zu empfehlen, dass potenzielle Käufer die Entscheidung nicht auf eigene Faust treffen, sondern sich von Experten umfassend beraten lassen.

Bei der Standortwahl ist es für Privatanleger generell ratsam, auf eine gute Erreichbarkeit zu achten und Zinshäuser nicht zu weit entfernt vom eigenen Wohnort zu erwerben, sofern sie die Verwaltung nicht komplett an Profis abgeben wollen.

Kleine Städte und Nebenlagen bieten Chancen

Dies zum einen, weil es für Käufer leichter ist, den Immobilienmarkt in einer Region in der sie sich auskennen, einzuschätzen. Zum anderen ist es vorteilhaft, wenn sie das Objekt unproblematisch erreichen können, um Angelegenheiten zu regeln oder sich – etwa bei Renovierungsarbeiten – ein Bild vom Stand der Dinge zu machen.

Privatanleger, die in Zinshäuser investieren wollen, müssen somit eine Vielzahl von Kriterien beachten. Angesichts der hohen Nachfrage ist es schwieriger geworden, Objekte mit ausreichenden Mietrenditen zu finden.

Ein Ende des Andrangs zeichnet sich vorerst nicht ab, wenn auch das Preiswachstum in den Metropolen etwas nachlässt. Chancen bieten derzeit noch kleinere Städte oder Nebenlagen an größeren Standorten, allerdings sollten die lokalen Gegebenheiten und die Marktperspektiven genau analysiert werden. (bk)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2018.

Foto: Shutterstock

 

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