3. Mai 2018, 13:52
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Versicherungen: Verbraucherzentrale empfiehlt Zweitmeinung

Zwar hört die Freundschaft gemeinhin beim Geld auf, jedoch offenbar nicht beim Versicherungsvertrieb. Die Experten der Verbraucherzentrale Hamburg raten nun, Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis nicht ohne weitere Prüfung zu vertrauen.

Versicherungen: Verbraucherzentrale empfiehlt Zweitmeinung

Viele Verbraucher schenken Versicherungsvermittlern im Familien- oder Freundeskreis nahezu blindes Vertrauen.

Immer wieder wenden sich Ratsuchende an die Verbraucherschützer, die über Familienangehörige, Freunde oder Bekannte Versicherungsverträge abgeschlossen haben, die schlecht oder unnötig für sie sind.

Die Gründe dafür seien einfach zu verstehen: Der Versicherungsmarkt stelle mit seinen unzähligen Produkten und Anbietern, Fallstriken in den Vertragsbedingungen und intransparenten Produktbescheibungen eine undurchdringliche Herausforderung für viele Verbraucher dar.

Damit konfrontiert ist die Mehrheit froh über die Hilfe eines Experten, und besteht zu diesem eine freundschaftliche oder familiäre Beziehung, haben Verbraucher nach Einschätzung der Verbraucherzentrale oft besonderes Vertrauen in dessen Empfehlungen.

“Wir beobachten immer wieder, dass empfohlene Produkte weniger kritisch hinterfragt werden, wenn diese von Bekannten oder Freunden vertrieben werden. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Vermittler dieses besondere Vertrauensverhältnis sogar bewusst ausnutzen”, so Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Beispielfall aus Hamburg

Exemplarisch dafür sei der Fall einer Hamburgerin, die bei einem befreundeten Vermittler zwei Rentenversicherungsverträge abgeschlossen hatte.

Nachdem in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit ein Großteil der Abschlusskosten von der Kundin bezahlt worden war, empfahl ihr der Vermittler einen weiteren Vertrag. Zuvor sollte sie jedoch die beiden alten Verträge kündigen oder beitragsfrei stellen.

Becker-Eiselen kritisiert: “Die weitere Versicherung bietet der Betroffenen aus unserer Sicht keinerlei Vorteil. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Unterschrift unter einen neuen dritten Vertrag der Vermittler einzig und allein Abschlussprovisionen kassieren wollte.”

Rechzeitig überprüfen und widersprechen

Obwohl sich natürlich nicht alle Versicherungsvermittler auf derart dreiste Weise bereichern wollen, rät die Verbraucherschützerin grundsätzlich zur Vorsicht und falls notwendig auch zum Widerruf.

Falle nach der genauen Sichtung aller Unterlagen auf, dass ein Versicherungsvertrag doch ein schlechtes Geschäft ist, so können Kunden diesen binnen 14 Tagen widerrufen. Bei Lebens– und Rentenversicherungen betrage die Frist sogar 30 Tage.

Wurden beim Abschluss die vorgeschriebenen Formalitäten nicht eingehalten, so können Verbraucher einem Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag teilweise noch Jahre später widersprechen. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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8 Kommentare

  1. Da geht nur ein Beamter als Freund. Die Verkaufen meistens nicht. Wenn Sie als Verbraucherschützer nicht oft sonderliche Empfehlungen abgeben oder Vertrauensleute von Beamtenversicherungen in den Amtsstuben mit Doppelverdienst sind…..Aber am Besten Sie vertrauen niemand, da gehen Sie auf Nummer ganz sicher. Behalten Sie Ihr Lächeln trotzdem! Ein berechnender Versicherungsmakler der ausschliesslich von seine Provisionen lebt-dummerweise ist das mein alleiniger Verdienst da kein Gehalt und ich auch noch unbegrenzt hafte der Idealfall für meine Kunden. Niemand zahlt für mich bis zu 1 Million Euro für die Altersversorgung (Durchschnittliche Beamtenpension) die der Steuerzahler für Beamte gerne bereitstellt. Ob die Politiker das wirklich für die Beamtenvorsorge verwendet, Defizit aktuell nur 1,7 Billionen Euro, steht auf einem anderen Blatt. Aber das ist jetzt mal ganz sicher keine Aufgabe für Frau Becker-Eiselen. Die kümmert sich ausschliesslich darum Leute von zusätzlicher Versorgung fürs Alter abzuhalten. Das ist normal wenn man die Berufsbeschreibung eines Maklers nicht von anderen Vertriebswegen unterscheiden kann. Ist ja auch “schwör”

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 7. Mai 2018 @ 20:13

  2. Besten Dank für die Textkorrektur!

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Mai 2018 @ 17:36

  3. Herr Moneuse,
    da ich seriös arbeite habe ICH mich von der DVAG getrennt, mein Schwerpunkt KV ist dort nicht umsetzbar. Aber davon werden Sie nichts verstehen! Sie sind nur RD und es ist kein Hass. Würden Sie denn die Central empfehlen im Volltarif-Vergleich?

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 4. Mai 2018 @ 15:21

  4. Herr Lanc, seit 2012 lese ich hier nur den Hass,den Sie gegen die DVAG versprühen. Warum hat sich die DVAG von Ihnen getrennt?
    Wenn Sie damals seriös gearbeitet hätten….

    Kommentar von Hendrik Monneuse — 4. Mai 2018 @ 14:54

  5. Der Verbrauchschutz ist durchaus erfolgreich, vor allem im Faktor “Misstrauens Bildung” Erstmal geht man an die Vermittler ran, die bei einer Beschwerdequote von 0,03% in Ihren Augen das mieseste auf deutschen Straßen ist. Vergisst natürlich die Differenzierung zu den Maklern klarzumachen, die ja unbegrenzt für Falschberatung haften und generell das beste Produkt für den Kunden sogar anbieten müssen. Da würde mancher Verbraucherschützer schon im Gefängnis sein, bei den Beurteilungen die schon abgegeben wurden. Zum Schaden der Kunden und der Volkswirtschaft. Sozusagen Verhinderung von zusätzlicher Altersversorgung. Staatlich begünstigter Wahnsinn. Ich misstraue den Verbraucherschützern und auch der Bafin-(nur zum Thema fehlendes Geld bei den Pensionskassen), die sich gern um vermeintliche Missstände kümmert. bei der (eigenen) Beamtenversorgung und einem Minus von 1,7 Billionen Euro null Problemo hat, die Bezahlung unseren Kindern und Enkel zu überlassen. Sowas kümmert niemand, 1000 mal erwähnt und nichts passiert-äußerst merkwürdig, nicht einmal ein Furz! Dürfen Politik und der Verbraucherschutz und die brav linear berichtenden Medien eigentlich alles? Jetzt denunzieren Sie auch noch die Bekannten und Verwandten damit erzeugt man 100% Duckmäuser. Dürfte auch diesen Instituten völlig entgangen sein das sich heute fast jeder zuvor schon mehrmals im Internet informiert. Hallo Internet ist da!!! Totale Ignoranz und Beharrung auf völlig falsche Fakten sehe ich nicht bei den Bürgern, eher bei den “beschützenden” Behörden. Getreu dem Motto, nein Kind nicht in den Sand, da wirst Du schmutzig und krank….

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Mai 2018 @ 14:20

  6. Ein Telefonat mit einem jungen Honorarberater (nach seinen Angaben aus Niederbayern): Meine Frage, wie bringen Sie Leute die kein Geld haben dazu, Ihre Honorarforderung zu zahlen? Antwort: Ich rechne denen vor das Sie zum Beispiel € 18000,00,- mehr Ertrag am Ende rausbekommen und durch Kündigung bestehender Verträge, eine Provision von € 1800,- locker bezahlen können, das ist überhaupt kein Problem! Mein Hinweis, dass dies wohl sehr unseriös sei, interessierte Ihn nicht. Auch so kommen Stornos zusammen, interessiert den Verbraucherschutz gar nicht, da Honorarberater in Ihren Synapsen generell immer die guten sind.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 4. Mai 2018 @ 13:52

  7. Vom Regen in die Traufe, so könnte man sagen, denn Verbraucherschützer verfügen definitiv NICHT über die nötigen Qualifikationen, um Finanzberatungen korrekt bewerten zu können. Übrigens halte ich den o.a. Fall für erfunden, es sei denn, es kann “Roß und Reiter” genannt werden. Das soll allerdings NICHT heißen, das es solche Halunken in der Beraterbranche nicht gibt.

    Kommentar von Nils Fischer — 4. Mai 2018 @ 11:59

  8. Trifft besonders zu wenn es einer von der DVAG ist, die haben das als Geschäftsmodell.

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 4. Mai 2018 @ 09:30

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