Anzeige
Anzeige
8. April 2014, 11:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: “Gewohnt wird immer”

Marcus Kraft, Vertriebsvorstand der ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe, sprach mit Cash. über die Gefahr der Bildung einer Immobilienblase und den Investitionsstandort Berlin.

ZBI

Marcus Kraft, Vertriebsvorstand der ZBI AG: “Im Gegensatz zu vielen Gewerbeimmobilien finden bei Wohnimmobilien keine großen konjunkturell bedingten Schwankungen statt.”

Cash.: Laut einer aktuellen Empirica-Studie gibt es bundesweit keine akute Gefahr einer Immobilienblase. Derzeit sieht das Institut lediglich in Hamburg, Düsseldorf und München eine “hohe Vorwarnstufe”. Teilen Sie diese Einschätzung?

Kraft: In der Tat ist es so, dass die Preise in einigen Großstädten in den letzten Jahren deutlich angezogen und mittlerweile ein für deutsche Verhältnisse hohes Niveau erreicht haben. Im Gegensatz zu den bekannten internationalen Immobilienblasen finden in Deutschland allerdings keine übermäßig hohen Finanzierungen der Objekte oder explosive Preissteigerungen statt.

Vielmehr holt der Markt nach unserem Verständnis nur verpasste Preisentwicklungen der vergangenen Jahre auf. Weiterhin hinkt der Neubau der Nachfrage in den Metropolregionen deutlich hinterher.

Schaut man sich den Wohnimmobilienmarkt abseits der Ballungsräume an, so findet man häufig entweder überhaupt keine Preissteigerungen oder stellt sogar Rückgänge fest. Somit kann man nicht von einer Blasenbildung des deutschen Wohnimmobilienmarktes sprechen.

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) bezeichnet die Miet- und Kaufpreise in Berlin weiterhin als vergleichsweise günstig. Werden Sie sich auch künftig auf diesen Standort konzentrieren?

Die Fonds der ZBI-Professional-Linie werden auch zukünftig ihren Investmentschwerpunkt auf Berlin legen. Auch wir sehen beim Wohnimmobilienmarkt der Hauptstadt noch großes Potential. Außerdem werden die Fonds auch weiterhin in andere deutsche Großstädte und Ballungsräume mit positiver Entwicklungstendenz investieren.

Wann kommt der erste KAGB-konforme Publikumsfonds von ZBI?

Anfang Januar haben wir ein entsprechendes Produkt bei der Bafin eingereicht. Der Fonds wird sich auf eine der großen deutschen Metropolregionen konzentrieren. Aus langjähriger Erfahrung gehen wir davon aus, dass die Genehmigung durch die Bafin mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

Über ein genaues Emissionsdatum kann derzeit nur spekuliert werden, da sich durch die Einführung des KAGB und die sich daraus ergebenden gesetzlichen Regelungen auch der Prüfungsprozess der BaFin geändert hat. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass der Emissionsstart im zweiten Quartal 2014 erfolgen wird.

Für das Jahr 2014 ist zudem mit dem ZBI Professional 9 ein neuer Fonds der Fondslinie geplant. Darüber hinaus gibt es Gedanken, weitere Produkte auf Wohnimmobilienbasis für verschiedene Kundengruppen anzubieten.

Wie wird sich der Immobilienmarkt in Deutschland in den kommenden Jahren entwickeln?

Wir gehen davon aus, dass die Zinsen auch in den kommenden Jahren auf einem niedrigen Niveau verbleiben werden. Dadurch wird auch weiterhin nach attraktiven alternativen Kapitalanlagen gesucht werden. Insbesondere Wohnimmobilien bieten sich aufgrund der aktuellen Entwicklung als Investitionsalternative an.

Im Gegensatz zu vielen Gewerbeimmobilien finden bei Wohnimmobilien keine großen konjunkturell bedingten Schwankungen statt. Hier bewahrheitet sich die alte Regel: “gewohnt wird immer”.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: ZBI

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ratingwissen-Tag: “Plausibilitätsprüfung nicht erforderlich”

Plausibilitätsprüfung und Vertriebsregulierung durch die EU-Richtlinie MiFID II zählten zu den Themen auf dem „15. Fondsrating-Tag/3. Assetmanagement-Tag“ des Veranstalters Ratingwissen am Mittwoch – mit einigen überraschenden Statements.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...