Gewerbeinvestments: Deutscher Markt verpasst Rekord knapp

Das außergewöhnliche Volumen des Vorjahres konnten laut BNP Paribas auch die Hotel-Investments nicht bestätigen. Mit 617 Millionen Euro liegen sie rund 45 Prozent unter dem Vorjahreswert und tragen nur 5 Prozent des Gesamtvolumens bei. Immerhin sei jedoch der zehnjährige Umsatzdurchschnitt im ersten Quartal um 26 Prozent übertroffen worden.

Der neue Einzeldeal-Rekord resultiere auch aus der hohen Anzahl großvolumiger Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich. Bereits 19 Verkäufe dieser Art konnten in den ersten drei Monaten 2018 verzeichnet werden – ein Wachstum um 50 Prozent im Vorjahresvergleich.

Mehr als die Hälfte dieser Deals entfalle auf Büroobjekte. Der Portfoliobereich verfehle allerdings mit knapp zwei Milliarden Euro den Vorjahreswert um beinahe 42 Prozent, was sich auf die bislang geringe Zahl großvolumiger Pakete zurückführen lasse.

Anleger aus Nah- und Fernost investieren stärker

Mit 41 Prozent liege der Anteil ausländischer Investoren leicht höher als im Vorjahreszeitraum, jedoch deutlich niedriger als noch 2017. Grund dafür sei das schwache Portfolioergebnis, da internationale Anleger gerade in diesem Segment stark vertreten seien.

Der größte Beitrag kommt BNP Paribas zufolge von europäischen Investoren (15 Prozent), gefolgt von Nordamerikanern (13 Prozent), Anlegern aus dem Nahen Osten (sieben Prozent) und asiatischen Investoren (sechs Prozent).

Anleger aus Asien und dem Nahen Osten konnten ihre Anteile deutlich steigern, was für beide einen neuen Rekordumsatz im ersten Quartal bedeute. Dieser Trend sei schon im Vorjahr zu beobachten gewesen.

Rangliste der Top-Standorte

Marcus Zorn, Deputy CEO von BNP Paribas Real Estate betont: „Besonders dynamisch zeigten sich die Märkte an den großen deutschen A-Standorten in denen ein Transaktionsvolumen von gut 8,41 Milliarden Euro registriert wurde. Damit wurde nicht nur das bereits gute Vorjahresergebnis um 43 % übertroffen, sondern auch ein neuer Rekordumsatz aufgestellt.“

An die Spitze gesetzt habe sich München mit gut 2,65 Milliarden Euro (plus 69 Prozent) und acht Deals im dreistelligen Millionenbereich, gefolgt von Frankfurt am Main mit etwa 1,54 Milliarden Euro – um etwa die Hälfte besser als im Vorjahreszeitraum.

Den dritten Rang habe sich Hamburg mit 1,29 Milliarden Euro (plus 145 Prozent) sichern können. Mit dem Verkauf des Axel-Springer-Quartiers für rund 400 Millionen Euro sei hier der größte Einzeldeal aller Zeiten realisiert worden.

Angebot in Berlin wird knapp

Alle drei Metropolen konnten damit laut BNP Paribas neue Allzeithochs erzielen. Auf dem vierten Rang folge die Bundeshauptstadt Berlin mit etwa 1,27 Milliarden Euro, dem drittbesten Ergebnis aller Zeiten. Hier werde das fehlende Angebot jedoch immer spürbarer.

Der Markt in Düsseldorf habe mit 668 Millionen Euro (plus 28 Prozent) den zweitbesten Jahresstart in der Geschichte verzeichnet, dicht gefolgt von Stuttgart mit 648 Millionen Euro (plus 163 Prozent), was einem weiteren Rekordumsatz entspreche.

Die Domstadt Köln habe den Rekord aus 2017 mit 348 Millionen Euro (minus 42 Prozent) nicht wiederholen können, trotz des drittbesten Transaktionsvolumens aller Zeiten.

Seite drei: Außergewöhnliches Jahr zu erwarten

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