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Betriebliche Krankenversicherung: mehr als „Nice-to-have“

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Budgettarife überzeugen dabei besonders, denn sie erzielten durch hohe Flexibilität und klare Leistungsinhalte eine schnelle Akzeptanz in der Belegschaft. Digitale Services seien inzwischen klarer Standard – sowohl für Mitarbeiter als auch für Arbeitgeber. Die hohe Individualisierbarkeit sei damit ein zentraler Vertriebsvorteil der bKV, denn Lösungen könnten sehr gezielt auf unterschiedliche Unternehmensgrößen, Branchen und Strukturen zugeschnitten werden und so jede Unternehmensart ansprechen. Fonds Finanz unterstütze ihre Makler dabei: von der Auswahl geeigneter Anbieter und Tarife über die Begleitung von Ausschreibungen bis hin zu digitalen Schnittstellen, die bspw. Prozesse wie An- und Abmeldungen oder das Bestandsmanagement deutlich vereinfachten.

Was eine gute bKV ausmacht

Alexander Kraus, Fachkoordinator der Rating-Agentur Assekurata, definiert eine gute bKV so: „Eine qualitativ hochwertige bKV entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wichtig ist dabei nicht nur der reine Leistungsumfang, sondern auch, wie einfach, verständlich und spürbar nutzbar das Angebot für Arbeitgeber und Beschäftigte ist.“ Besonders relevant seien niedrige Zugangshürden, damit möglichst viele Mitarbeiter unkompliziert von der bKV profitieren könnten; breite und verständliche Leistungen, wie umfassende und leicht nachvollziehbare Leistungsbausteine und moderne Budgettarife mit flexibler Nutzungsmöglichkeit und direktem Zugang zu Gesundheitsleistungen.

Alexander Kraus, Fachkoordinator Krankenversicherung bei der Kölner Rating-Agentur Assekurata

Die Tarifstruktur sollte dabei einfach, transparent und leicht nachvollziehbar sein. Weiterhin wichtig seien digitale Services wie Facharztvermittlung, Videosprechstunden, Gesundheits-Apps und weitere Assistance-Leistungen. Auch die Möglichkeit, Familienangehörige mitzuversichern oder den Versicherungsschutz nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fortzuführen, schaffe Mehrwerte. Und nicht zuletzt sei eine unkomplizierte Verwaltung sehr wichtig, sowohl für Arbeitgeber als auch für Mitarbeiter, mit schlanken Prozessen, digitaler Leistungseinreichung sowie schneller und verlässlicher Leistungsbearbeitung.

Wird sich die aktuelle Diskussion um die GKV auf die bKV auswirken? MLP erwarte, dass sich die Nachfrage nach ergänzenden bKV-Lösungen weiter erhöhen werde. Schürings: „Relevant werden diese vor allem dort, wo sie klar als Ergänzung positioniert sind und im Vorsorgealltag spürbare Verbesserungen bieten (…)“. Für administrativ schlanke Prozesse biete MLP die Plattform „:pxtra“. Fonds Finanz halte eine steigende Nachfrage für wahrscheinlich und sehe hier einen guten Gesprächseinstieg für Vermittler. Man unterstütze die Vertriebspartner bei Ausschreibungen und mit digitalen Lösungen, bspw. mit dem KI-gestützten Maklerverwaltungsagenten PWX.

Auch laut Assekurata gewinnt die bKV weiter an Attraktivität. „Je stärker in der GKV über steigende Beiträge, Leistungskürzungen, längere Wartezeiten oder begrenzte Versorgung diskutiert wird, desto wichtiger werden ergänzende Absicherungslösungen“, so Kraus. Die bKV könne hier gezielt Leistungslücken schließen. Arbeitgeber hätten somit ein noch stärkeres Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte. Und für Beschäftigte steige der wahrgenommene Nutzen, durch konkrete Entlastung und besseren Zugang zu Gesundheitsleistungen.

Gesundheitsleistungen gewinnen an Bedeutung

Die Versicherer teilen diese Einschätzung weitestgehend. ALH, AXA, BarmeniaGothaer und DKV rechnen mit einer steigenden Nachfrage. Dazu Fiegl: „Gesundheitsleistungen stehen stärker im Fokus der öffentlichen Diskussion und gewinnen für Beschäftigte an Bedeutung“. LKH erwarte, dass sich die bKV in den kommenden Jahren als feste dritte Säule in der Gesundheitsversorgung etabliere. Laut Allianz lässt sich jetzt noch nicht seriös bewerten, ob eine GKV-Reform die Nachfrage zusätzlich befeuert. Wie auch immer: Die Versicherer wollen mit qualitativen, flexiblen, bedürfnisorientierten Tarifen mit echtem Mehrwert den jeweiligen Absicherungsbedarf exakt treffen.

Von Finanzjournalistin (FJS) und Cash.-Autorin Silvia Fischer

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