Bitcoin nach dem Kursrutsch: Bitcoin Suisse sieht bessere Einstiegschancen

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Bitcoin Suisse sieht nach dem Kursrückgang auf 58.000 Dollar ein verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis für Bitcoin.

Nach dem Rückgang von Bitcoin bis auf rund 58.000 Dollar verdichten sich aus technischer Sicht die Hinweise auf eine Stabilisierung. Zwar bleibt der Markt unter Druck, doch mehrere Indikatoren sprechen für ein verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis. Was die Daten zeigen.

Der wöchentliche RSI von Bitcoin erreichte während der Kapitulation im Februar historisch extreme überverkaufte Niveaus. Vergleichbare Werte wurden bislang nur in der Nähe früherer zyklischer Tiefpunkte beobachtet. Nach einer teilweisen Erholung bis in den April führte die erneute Schwäche Ende Mai und im Juni dazu, dass Bitcoin zunächst an die Unterstützungszone bei 60.000 US-Dollar zurückfiel und diese schließlich unterschritt. Obwohl der Kurs inzwischen neue zyklische Tiefstände im Bereich von 58.000 US-Dollar markiert hat, liegen die technischen Marktindikatoren weiterhin über den Extremwerten vom Februar. Dies deutet trotz anhaltender Kursschwäche auf eine positive Momentum-Divergenz hin.


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Der Einbruch im Februar gehörte statistisch zu den außergewöhnlichsten Kursrückgängen in der Geschichte von Bitcoin. Mit einem Rückgang von rund fünf Standardabweichungen trat ein derartiges Ereignis in den vergangenen 15 Jahren lediglich 13-mal auf. Auch der erneute Rückgang Anfang Juni führte im Zuge des Tests der 60.000-US-Dollar -Unterstützung zu stark überverkauften Marktbedingungen.

Die jüngsten Tiefststände gingen jedoch mit einer weniger ausgeprägten Verschlechterung des Momentums einher als im Februar oder Anfang Juni. Auch auf Tagesbasis erreichte der Relative Strength Index während der Kapitulation im Februar sowie beim erneuten Test der Unterstützung Anfang Juni Werte, die zuletzt während des COVID-bedingten Markteinbruchs im März 2020 beobachtet wurden. Noch tiefere Werte wurden lediglich im Bärenmarkt 2018 verzeichnet. Trotz einer erneuten Abschwächung des Momentums Ende Juni bleiben die technischen Bedingungen weniger extrem als während der ersten Kapitulationsphase im ersten Quartal.

Trotz der anhaltenden Schwäche im Kryptomarkt und historisch attraktiver Akkumulationsbedingungen richtet sich das Interesse privater Anleger weiterhin vor allem auf Gold und KI-bezogene Anlagethemen. Die Kombination aus schwacher Marktstimmung, umfangreichem Deleveraging und anhaltend geringem Momentum deutet darauf hin, dass das verbleibende Abwärtsrisiko im Verhältnis zum mittelfristigen Aufwärtspotenzial zunehmend begrenzt erscheint. Frühere Marktzyklen zeigen jedoch, dass nachhaltige Erholungen in der Regel Zeit sowie neue fundamentale Impulse benötigen.

Autor Dominic Weibel ist Head of Research bei Bitcoin Suisse.

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