Bitcoin-ETFs verzeichnen wieder eine steigende Anlegernachfrage. Nach Daten von CoinGlass, über die das Wall Street Journal berichtete, flossen den Fonds allein zwischen dem 2. und 4. September netto 1,01 Milliarden US-Dollar zu.
Für eine Analyse des Marktes wertete BestBrokers die On-Chain-Bestände der von der US-Börsenaufsicht SEC genehmigten Bitcoin- und Ethereum-ETFs seit dem zweiten Quartal 2024 aus. Die Daten stammen von Dune Analytics sowie aus offiziellen ETF-Unterlagen.
Die Ergebnisse zeigen eine zunehmende Konzentration auf Blackrocks iShares Bitcoin Trust, kurz IBIT. Dessen Anteil an den von US-Spot-ETFs gehaltenen Bitcoin stieg von 58,4 Prozent im September 2025 auf 62,6 Prozent zum 9. September 2026. Gleichzeitig schrumpfte der Gesamtbestand des Marktes um 60.373 Bitcoin oder 4,6 Prozent. IBIT legte im selben Zeitraum netto um 17.373 Bitcoin beziehungsweise 2,3 Prozent zu.
IBIT hält 785.635 Bitcoin
Seit der Genehmigung der Bitcoin-Spot-ETFs im Januar 2024 baute Blackrock seinen Bestand um 478.657 Bitcoin auf schätzungsweise 785.635 Bitcoin aus. Der gesamte US-Markt wuchs im gleichen Zeitraum netto lediglich um 388.355 Bitcoin. Damit entfielen rechnerisch rund 123 Prozent der Nettoakkumulation auf IBIT, während andere Anbieter unter dem Strich Bestände abbauten.

Seit dem zweiten Quartal 2024 erhöhte IBIT seinen Bestand von 306.979 Bitcoin um 156 Prozent. Der Fonds hält inzwischen mehr Bitcoin als alle anderen US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs zusammen. Auf die übrigen Fonds entfielen laut BestBrokers zum Ende des zweiten Quartals 2026 rund 470.306 Bitcoin.
Die gesamten ETF-Bestände gingen zunächst zwei Quartale in Folge zurück. Nach einem Höchststand von 1,315 Millionen Bitcoin im dritten Quartal 2025 sank der Wert bis zum zweiten Quartal 2026 auf 1,205 Millionen Bitcoin. Anfang September erreichte der Bestand wieder 1,255 Millionen Bitcoin. Das entspricht einem Zuwachs um 50.121 Bitcoin oder 4,2 Prozent. Allein IBIT fügte seit Ende des zweiten Quartals rund 51.374 Bitcoin hinzu.
Grayscale verliert mehr als die Hälfte seiner Bestände
Grayscale entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Der Bitcoin-Bestand des früheren Hauptkonkurrenten von Blackrock sank von 275.291 Bitcoin im zweiten Quartal 2024 auf 128.977 Bitcoin im September 2026. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 53 Prozent. Fidelity steigerte seinen Bestand im selben Zeitraum dagegen um rund 5,3 Prozent auf 176.296 Bitcoin.
Zuletzt verbuchten die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs drei Wochen in Folge Nettozuflüsse. Zwischen dem 19. August und dem 4. September summierten sich diese auf rund 3,34 Milliarden US-Dollar. Allein am 3. September flossen 730,8 Millionen US-Dollar in die Fonds – der höchste Tageswert seit Januar. Davon entfielen 454 Millionen US-Dollar beziehungsweise rund 62 Prozent auf IBIT.

„Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass Anleger IBIT zunehmend als den institutionellen Standardzugang zu Bitcoin betrachten. Blackrocks Größe, Markenbekanntheit und enge institutionelle Beziehungen verschaffen dem Unternehmen einen Vorteil, den kleinere ETF-Anbieter nicht ohne Weiteres nachbilden können. Sobald sich Liquidität und Vermögenswerte in einem Fonds konzentrieren, verstärkt sich dieser Vorsprung im Wesentlichen selbst: Ein größeres Anlagevermögen unterstützt engere Handelsspannen und eine höhere Sichtbarkeit. Dadurch wird der Fonds für Anleger, die ein unkompliziertes Bitcoin-Engagement suchen, noch attraktiver“, kommentiert Alan Goldberg, Marktanalyst bei BestBrokers.com.














