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Starke US-Jobdaten belasten Bitcoin: Rutschen jetzt 67.000 US-Dollar in den Fokus?

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Bitcoin fällt nach guten US-Jobdaten
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Bitcoin fällt unter 80.000 Dollar. Die Marken bei 76.500 und 82.300 Dollar bestimmen nun den weiteren Kursverlauf.

Unerwartet starke US-Arbeitsmarktdaten haben Bitcoin unter 80.000 Dollar gedrückt. Neben der Geldpolitik rücken nun zwei wichtige Kursmarken in den Fokus. Sie dürften darüber entscheiden, ob die Erholung weitergeht oder eine neue Verkaufswelle droht.

Der starke US-Arbeitsmarkt hat die Stimmung am Kryptomarkt abrupt gedreht. Statt der prognostizierten rund 55.000 entstanden 162.000 neue Stellen. Damit wächst die Sorge, dass die Federal Reserve ihren Leitzins nicht nur länger hoch hält, sondern bei anhaltendem Inflationsdruck sogar noch einmal anheben könnte. Bitcoin reagierte prompt: Nach Kursen von mehr als 82.000 Dollar rutschte die Kryptowährung zeitweise unter 79.000 Dollar.

Damit rückt eine Frage in den Vordergrund: Wie stabil ist die vorherige Erholung tatsächlich? Mehrere technische Marken sprechen dafür, die kommenden Handelstage genau zu beobachten. Gleichzeitig dürfte die US-Geldpolitik maßgeblich darüber entscheiden, ob sich Bitcoin wieder fängt oder die Abwärtsbewegung an Fahrt gewinnt.


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Die entscheidende Unterstützung liegt bei 76.500 Dollar

Ein Rückgang unter die psychologisch wichtige Schwelle von 80.000 Dollar allein verändert das Gesamtbild noch nicht grundlegend. Wesentlich aussagekräftiger ist der Bereich um 76.500 Dollar. Solange Bitcoin darüber bleibt, lässt sich die aktuelle Bewegung weiterhin als Konsolidierung einordnen.

Anders sähe es bei einem Wochenschluss unter dieser Marke aus. Dann wäre eine wichtige Unterstützung verloren und der Bereich um 67.000 Dollar könnte wieder relevant werden. Dort befindet sich eine Zone, in der während der vergangenen Monate besonders viel gehandelt wurde. Nach einem Strukturbruch können solche Bereiche erneut Kapital anziehen.

Nach oben muss Bitcoin ebenfalls erst Stärke beweisen. Zwischen 81.300 und 82.300 Dollar scheiterten zuletzt mehrere Anläufe. Anfang September erreichte der Kurs zweimal diese Region, konnte sich dort jedoch nicht behaupten. Erst ein stabiler Ausbruch darüber würde die Ausgangslage verbessern.

Warum gute Jobdaten schlecht für Bitcoin sein können

Die heftige Reaktion auf den Arbeitsmarktbericht zeigt, wie eng Kryptowährungen inzwischen mit der Entwicklung an den klassischen Finanzmärkten verbunden sind. Bitcoin wird zunehmend als Risk-on-Anlage gehandelt. Durch die US-Spot-ETFs hat sich diese Verbindung zusätzlich verstärkt.

Für Investoren zählt deshalb nicht nur, wie sich das Bitcoin-Netzwerk entwickelt. Ebenso wichtig ist die verfügbare Liquidität. Steigen die Zinsen, werden verzinste Anlagen attraktiver, während spekulativere Investments tendenziell an Nachfrage verlieren.

Der überraschend starke Arbeitsmarkt gibt der Fed mehr Handlungsspielraum. Hinzu kommen hohe Ölpreise und Inflationsrisiken. Eine baldige Zinssenkung, die riskanten Anlagen Rückenwind geben könnte, erscheint damit weniger wahrscheinlich. Allerdings muss auch ein unveränderter Leitzins nicht negativ sein. Falls Anleger zuvor eine Erhöhung eingepreist haben, könnte bereits das Ausbleiben dieses Schrittes die Märkte entlasten.

Die Rally hatte einen ungewöhnlichen Auslöser

Auch der vorherige Kursanstieg sollte nicht ausschließlich als Zeichen zunehmender Nachfrage verstanden werden. Zwischen dem 19. und 21. August wurden Short-Positionen von mehr als 4,6 Milliarden Dollar liquidiert. Händler, die auf fallende Bitcoin-Kurse gesetzt hatten, mussten ihre Positionen schließen. Die dafür notwendigen Käufe verstärkten den Anstieg von etwa 64.000 in Richtung 80.000 Dollar.

Gegen eine bereits bestätigte Trendwende spricht zudem die Entwicklung am Terminmarkt. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten stieg das offene Interesse an Bitcoin-Futures bei Binance zunächst um knapp fünf Prozent, ging am folgenden Tag jedoch fast vollständig wieder zurück. Auf Wochensicht blieb damit kaum Veränderung übrig.

Noch haben weder Käufer noch Verkäufer gewonnen

Für die nächsten Wochen ergibt sich deshalb kein eindeutiges Bild. Oberhalb von 82.300 Dollar würde Bitcoin ein wichtiges Hindernis aus dem Weg räumen. Ein Wochenschluss unter 76.500 Dollar könnte dagegen eine deutlich tiefere Bewegung einleiten und den Bereich um 67.000 Dollar in den Fokus bringen.

Bis eine dieser Grenzen fällt, bleibt die Lage offen. Neben der Charttechnik dürften vor allem die Fed, die weitere Inflationsentwicklung und regulatorische Entscheidungen in den USA neue Impulse liefern. Gerade deshalb ist weniger entscheidend, ob Bitcoin an einzelnen Tagen stark steigt oder fällt. Aussagekräftiger wird sein, ob sich eine Bewegung anschließend auch nachhaltig durchsetzt.

Autor Florian Sondershausen ist Experte für Trading und Kryptowährungen und Geschäftsführer der Haag Sondershausen Consulting GmbH. Er unterstützt Interessierte dabei, online ein Vermögen aufzubauen und dieses eigenständig zu verwalten. Ziel seines Konzeptes ist es, systematisch und planbar sowie mit kalkulierbarem Risiko am Krypto-Markt zu investieren. Dank seines langjährigen Erfahrungsschatzes kennt Florian Sondershausen den Markt genau und gibt seine Expertise in einem interaktiven Kursmodell weiter. Informationen finden Interessierte unter: https://floriansondershausen.de/

So reagiert Bitcoin auf überraschende US-Arbeitsmarktdaten

So reagiert Bitcoin auf überraschende US-Arbeitsmarktdaten

Ergebnis gegenüber der PrognoseBerichteØ nach einer StundePositive Kursreaktionen nach einer StundeØ nach 24 StundenPositive Kursreaktionen nach 24 Stunden
Mehr Stellen als erwartet38−0,26 Prozent12 von 38−0,12 Prozent19 von 38
Weniger Stellen als erwartet18+0,44 Prozent13 von 18−0,25 Prozentsieben von 18
Gesamt56−0,04 Prozent25 von 56−0,17 Prozent26 von 56

Auswertung von 56 US-Arbeitsmarktberichten von Januar 2022 bis September 2026. Kursentwicklung gegenüber dem Bitcoin-Kurs zum Veröffentlichungszeitpunkt. Quellen: BLS, Investing.com, Binance; eigene Berechnung.

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