„Der Digital Asset Market Clarity Act soll die regulatorischen Grundregeln für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten grundlegend etablieren. Der Fokus liegt weniger auf kurzfristigen Auswirkungen auf Preise als vielmehr auf einem langfristigen Regelwerk für den Kryptomarkt. Allerdings konnte die Gesetzesvorlage in der vergangenen Nacht zunächst keine weiteren Fortschritte im Senat erzielen“, sagt Dr. Ulli Spankowski, Co-Founder & CEO von BISON.
„Klare Verantwortlichkeiten und zuverlässige Regeln sind eine Schlüsselvoraussetzung, um weiter Vertrauen zu schaffen. Europa hat mit der MiCAR bereits einen wichtigen regulatorischen Rahmen geschaffen. Sollte die USA folgen, wird sich der internationale Wettbewerb zunehmend von der Frage verschieben, ob Kryptoassets reguliert werden sollten, hin zur Frage, wo die Regulierung besonders klar und praxisorientiert ist. Nach der neuesten Abstimmung ist die endgültige Verabschiedung der Gesetzesvorlage jedoch noch nicht in Sicht“, so Spankowski.
Ein weiterer Impuls für den Kryptomarkt könnte bereits am Mittwochabend (16.09.) erfolgen. Dann steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank an.
„Eine restriktivere Geldpolitik und länger hohe Zinsen können Risikoassets wie Bitcoin kurzfristig unter Druck setzen, weil Liquidität und Risikobereitschaft abnehmen. Umgekehrt könnte bereits die Aussicht auf einen lockeren Kurs für Entlastung sorgen. Dabei geht es weniger um einen einzelnen Zinsschritt als um die Frage, welche Richtung die Fed für die nächsten Monate vorgibt.
Die Fed entscheidet in einem schwierigen Umfeld. Geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise können den Inflationsdruck erneut verstärken und damit den Spielraum für eine lockerere Geldpolitik begrenzen. Für Kryptowährungen bedeutet das zunächst erhöhte Volatilität. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass digitale Assets heute deutlich stärker auf globale Liquidität, Zinsen und makroökonomische Erwartungen reagieren als noch vor einigen Jahren. Genau deshalb dürfte die Kommunikation der Fed für den Markt mindestens so wichtig werden wie die eigentliche Entscheidung“, so Spankowski.















