Coinshares hat einen neuen UCITS-ETF auf den Markt gebracht, der Anlegern einen diversifizierten Zugang zu börsennotierten Bitcoin-Mining-Unternehmen ermöglicht. Der in Irland aufgelegte Fonds ist seit dem 21. Juli an der Frankfurter Börse Xetra handelbar und bildet den Coinshares Bitcoin Mining Index physisch nach.
Der ETF richtet sich sowohl an institutionelle als auch an private Anleger, die an der wirtschaftlichen Entwicklung des Bitcoin-Netzwerks partizipieren möchten, ohne Bitcoin selbst zu erwerben oder zu verwahren. Damit erweitert Coinshares sein Angebot im Bereich digitaler Vermögenswerte um ein Produkt, das den regulatorischen Anforderungen des europäischen UCITS-Rahmens entspricht.
Der Fonds investiert nicht direkt in Bitcoin, sondern in einen Korb weltweit führender börsennotierter Bitcoin-Mining-Unternehmen. Diese sichern das Bitcoin-Netzwerk, validieren Transaktionen und erhalten dafür neu geschaffene Bitcoin. Da ihre Erträge eng mit der Entwicklung des Bitcoin-Kurses verknüpft sind, gelten Mining-Unternehmen als indirekte Möglichkeit, an der Wertentwicklung der Kryptowährung teilzuhaben.
Qualitätsgewichteter Index statt Einzelaktien
Grundlage des ETF ist der Coinshares Bitcoin Mining Index, der von Solactive berechnet und quartalsweise angepasst wird. Anders als klassische, nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes berücksichtigt der Index nach Angaben des Anbieters qualitative Kriterien. Dazu zählen unter anderem Wachstum der Rechenleistung, Profitabilität, Bilanzqualität, Energieeffizienz sowie Corporate Governance.
Die Gewichtung einzelner Unternehmen ist grundsätzlich auf 18 Prozent begrenzt. Lediglich der größte Indexwert kann in Ausnahmefällen mit bis zu 33 Prozent berücksichtigt werden. Dadurch soll das Risiko einer übermäßigen Konzentration auf einzelne Titel reduziert werden.
Coinshares verweist darauf, dass der zugrunde liegende Index auf einer langjährigen Analyse des globalen Bitcoin-Mining-Sektors basiert. Nach Angaben des Unternehmens fließen dabei auch Erkenntnisse aus regelmäßigen Besuchen bei Mining-Unternehmen in die Indexmethodik ein.
Wachsende Nachfrage nach regulierten Krypto-Produkten
Die Einführung des ETF erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden regulatorischen Umfelds für digitale Vermögenswerte. In den USA haben Spot-Bitcoin-ETFs institutionellen Investoren den Zugang erleichtert. In Europa sorgt die MiCA-Verordnung für mehr regulatorische Klarheit bei Krypto-Anlagen.
Coinshares-Mitgründer und CEO Jean-Marie Mognetti erklärt: „Bitcoin ist keine Frage mehr des Ob, sondern des Wie. Viele europäische Investoren wollen an seiner Ökonomie partizipieren, können oder wollen den Vermögenswert aber nicht direkt halten. Der Coinshares Bitcoin Mining UCITS ETF ist für sie gemacht. Er ist ein regulierter, diversifizierter, transparenter Zugang zur Infrastruktur, die das Bitcoin-Netzwerk absichert – verpackt in einem Format, das ihre Mandate bereits kennen.“
Auch Romain Barrot, Head of European ETP Products bei Coinshares, hebt die Diversifikation hervor: „Einzelne Bitcoin-Miner sind volatil, idiosynkratisch und operativ komplex. Ein regelbasierter, qualitätsgewichteter Korb ist der diszipliniertere Weg, auf den Sektor zuzugreifen.“
Anleger sollten jedoch beachten, dass der ETF weiterhin den Risiken des Bitcoin-Mining-Sektors ausgesetzt ist. Dazu zählen insbesondere Schwankungen des Bitcoin-Kurses, regulatorische Änderungen sowie operative, ESG- und Cybersicherheitsrisiken. Eine Kapitalgarantie besteht nicht.















