Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt: Firmen bauen weniger Stellen ab

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Vor allem in der Autoindustrie wollen Unternehmen laut Ifo-Institut weiter Personal abbauen.

Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Oktober leicht gestiegen: Unternehmen wollen vorsichtiger Personal abbauen. Doch zwischen Autoindustrie, Dienstleistern und Handel gibt es große Unterschiede - und die Wachstumsprognosen für 2026 fallen unterschiedlich aus.

Deutsche Unternehmen werden beim Abbau von Stellen vorsichtiger. Das zeigt das aktuelle Ifo-Beschäftigungsbarometer, das die Personalplanungen der Firmen misst. Der Indikator stieg im Oktober auf 95,5 Punkte, nachdem er im September noch bei 95,1 Punkten gelegen hatte. Das geht aus einer Mitteilung des Ifo-Instituts hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

„Die Unternehmen werden beim Stellenabbau etwas vorsichtiger. Für einen breiten Beschäftigungsaufbau fehlt dem Aufschwung aber noch die Stärke“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.

Ifo-Beschäftigungsbarometer zeigt Unterschiede zwischen den Branchen

Trotz der insgesamt positiveren Tendenz fällt die Entwicklung je nach Branche unterschiedlich aus. In der Industrie hat sich die Lage laut Ifo-Institut gegenüber dem Vormonat sogar leicht verschlechtert. Die Firmen kalkulieren hier weiterhin mit sinkendem Personalbedarf. Besonders in der Autoindustrie dürfte der Stellenabbau anhalten. Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen wollen dagegen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Einen echten Personalaufbau hatte die Industrie zuletzt Anfang 2023 geplant.

MonatIfo-Beschäftigungsbarometer (Punkte)
September 202695,1
Oktober 202695,5
Quelle: Ifo-Institut

Beschäftigungsbarometer: Dienstleister optimistischer als Handel und Bau

Anders als in der Industrie wollen Dienstleistungsunternehmen laut Ifo eher zusätzliche Stellen schaffen. Auch Leiharbeitsfirmen blicken angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten zuversichtlicher auf ihren Personalbedarf. Im Handel bleiben die Pläne dagegen unverändert auf Jobabbau ausgerichtet. Im Baugewerbe zeichnet sich zudem ein leichter Stellenabbau ab.


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Konjunkturaufschwung weckt Hoffnung auf mehr Wirtschaftswachstum 2026

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich nach Angaben des Ifo-Instituts bereits den sechsten Monat in Folge aufgehellt. Ablesbar ist das am Ifo-Geschäftsklimaindex, der Erwartungen und aktuelle Lage der Unternehmen zusammenfasst. Dieser Konjunkturaufschwung nährt zugleich die Hoffnung auf mehr Wirtschaftswachstum 2026. Die Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr mit einem Plus von 1,3 Prozent, das Ifo-Institut mit 1,4 Prozent. Damit würde die mehrjährige Flaute enden. Im Jahr 2025 war das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,2 Prozent gewachsen. In den beiden Jahren zuvor war die Wirtschaft sogar geschrumpft.

PrognoseBIP-Wachstum 2026
Bundesregierung1,3 Prozent
Ifo-Institut1,4 Prozent
Quelle: Bundesregierung, Ifo-Institut

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