Von Sondertilgung bis Anschlusskredit: Fünf Regeln für die Baufinanzierung

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Foto (KI): MdSona - stock.adobe.com
Symbolbild (mit KI generiert).

Eine Immobilienfinanzierung begleitet Käufer oft über Jahrzehnte. Flexible Tilgungen, Fördermittel und eine rechtzeitig geplante Anschlussfinanzierung können deshalb entscheidend sein. Fünf Grundregeln der Postbank zeigen, worauf Kreditnehmer achten sollten.

1. Flexibilität einplanen

    Wer eine Immobilie finanziert, bindet sich häufig für mehr als zwei Jahrzehnte. Entsprechend wichtig ist ausreichend Flexibilität im Kreditvertrag. Vertraglich vereinbarte Sondertilgungen ermöglichen es, zusätzliche finanzielle Mittel zur schnelleren Rückzahlung einzusetzen.


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    Auch die Möglichkeit, die Tilgungsrate während der Laufzeit anzupassen, kann sinnvoll sein. Steigt der finanzielle Spielraum, lässt sich die Rückzahlung beschleunigen. Bei geringeren verfügbaren Mitteln kann eine niedrigere Tilgung dagegen die monatliche Belastung reduzieren.

    2. Fördergelder nutzen

    Ein weiterer Baustein sind staatliche Fördermittel. Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen bieten unter anderem die KfW, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie die Förderbanken der Länder.

    „Eine gute erste Anlaufstelle ist die Hausbank. Sie kann prüfen, welche Förderprogramme infrage kommen, und unterstützt bei der Beantragung von KfW- oder Landesfördermitteln“, erklärt Baufinanzierungsexperte Fejzu Peci von der Postbank.

    3. Finanzierung an Zinsniveau anpassen

    Auch das Zinsniveau spielt bei der Gestaltung der Finanzierung eine wichtige Rolle. Bei niedrigen Bauzinsen kann eine lange Zinsbindung helfen, günstige Konditionen über einen längeren Zeitraum festzuschreiben. Bei höheren Zinsen kommt dagegen eine Kombination mehrerer Darlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten infrage.

    „Darlehen mit kürzerer Zinsbindung sind in der Regel günstiger als langfristige Finanzierungen. Der so entstehende finanzielle Freiraum kann für eine höhere Tilgung eingesetzt werden, um schneller schuldenfrei zu werden“, sagt der Postbank-Experte.

    4. Anschlussfinanzierung rechtzeitig vorbereiten

    Ebenso wichtig ist der rechtzeitige Blick auf die Anschlussfinanzierung. Viele Immobiliendarlehen benötigen nach zehn oder 15 Jahren eine neue Zinsvereinbarung. Kreditnehmer sollten deshalb frühzeitig Angebote einholen und neben der eigenen Bank auch Konditionen anderer Anbieter vergleichen.

    Eine Möglichkeit, das Zinsniveau bereits vor dem Ende der laufenden Finanzierung festzuschreiben, ist ein Forward-Darlehen. „Viele Banken ermöglichen bereits mehrere Jahre vor Ablauf des Darlehens den Abschluss eines sogenannten Forward-Darlehens. Damit kann man sich das aktuelle Zinsniveau für die Zukunft sichern“, so Fejzu Peci.

    5. Finanzielle Engpässe frühzeitig ansprechen

    Verändern sich die persönlichen oder finanziellen Verhältnisse und gerät die Finanzierung unter Druck, empfiehlt sich ein frühzeitiges Gespräch mit der Bank. Je früher Kreditnehmer reagieren, desto eher können mögliche Anpassungen geprüft werden.

    „Niemand muss mit finanziellen Problemen allein bleiben. Es gibt meist deutlich mehr Handlungsmöglichkeiten, als viele vermuten. Gemeinsam mit der Hausbank lassen sich oft Lösungen finden, bevor Zahlungsprobleme entstehen“, sagt Fejzu Peci.


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