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2. Mai 2013, 11:00
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Aragon meldet Verlust

Trotz einer leichten Erhöhung der Umsatzerlöse schließt der Wiesbadener Finanzdiensleistungskonzern das Geschäftsjahr 2012 mit einem deutlichen Verlust ab. Verantwortlich für die negative Entwicklung sind laut Aragon die Sondereffekte der veränderten startegischen Ausrichtung des Unternehmens.

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der AragonVor allem Effekte aus Unternehmensverkäufen (Clarus, Inpunkto), Wertberichtigungen auf latente Steuern, Verluste aus einem Zinssicherungsgeschäft und Migrationskosten bei der Tochtergesellschaft Finum Private Finance haben demnach zu Einmalbelastungen in Höhe von rund zehn Millionen Euro geführt. Davon seien allerdings weniger als drei Millionen Euro liquiditätswirksam, so der Finanzdienstleister.

Die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr sind gegenüber 2011 um 3,2 Prozent auf 108 Millionen Euro (Vorjahr: 104,7 Millionen Euro) gestiegen. Wegen der Einmaleffekte sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf -1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 3,4 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf -3,3 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 1,7 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern fiel auf -9,3 Millionen Euro.

Bilanz nach der Kapitalerhöhung gestärkt

Durch die Kapitalerhöhung unter Beteiligung der Vorstände, mit der dem Unternehmen brutto neun Millionen Euro zufließen werden, habe Aragon die Eigenmittelbasis wieder gestärkt und die Bankverbindlichkeiten bis auf rund eine Millionen Euro zurückgeführt. Die Zeichnung von drei Investoren, die eine wesentliche Beteiligung an der Gesellschaft erwerben, stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden, die laut Aragon im Laufe der nächsten zwei Wochen erwartet wird.

Die bilanziellen Eckdaten des Finanzdienstleisters waren nach der Bereinigung per 31. Dezember 2012 schwächer ausgefallen. Zum Jahreswechsel reduzierte sich das Eigenkapital auf 35,3 Millionen Euro gegenüber 48 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank damit von 39,4 auf 37,5 Prozent. Wie Aragon mitteilt, wird die Eigenkapitalquote zum Halbjahr wieder über 40 Prozent betragen.

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der Aragon

Sebastian Grabmaier, Aragon: “Das Jahr 2012 war für uns eine grundlegende Zäsur. Mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung im April erreichen wir eine weitgehend mit Eigenkapital unterlegte Finanzarchitektur. Ab jetzt wollen wir uns voll auf unser Kerngeschäft und auf operative Ertragsstärke konzentrieren.”

Der Geschäftsbereich Broker Pools hat im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 69,5 Millionen Euro erzielt. Damit lagen die Erlöse um 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert (72,8 Millionen Euro). Financial Consulting, der Geschäftsbereich für die unabhängige Vorsorge- und Anlageberatung von Privatkunden, hat seine Erlöse – bereinigt um die Inpunkto – deutlich erhöht. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr (33,3 Millionen Euro) um 21,4 Prozent auf 40,4 Millionen Euro.

Aragon erwartet positive Effekte in 2013

“Die veränderte strategische Ausrichtung und unser persönliches Investment in die Aragon AG im Zuge der erfolgreichen Kapitalerhöhung unterstreichen unseren unbedingten Willen, Aragon wieder zu alter Stärke zurückzuführen”, sagt Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der Aragon.

Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet der Finanzdiesnstleister mit einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro und der Rückkehr in die Profitabilität. Aus den Entkonsolidierungen des vergangenen Jahres erwartet Aragon erstmals 2013 und verstärkt 2014 positive Effekte. (jb)

 

Foto: Shutterstock, Stefan Malzkorn

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