100 Jahre Continentale: Rekordumsatz und starkes Wachstum

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Continentale Versicherungsverbund Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Schmitz

Der Continentale Versicherungsverbund hat 2025 erstmals die 5-Milliarden-Euro-Schwelle bei den Beitragseinnahmen überschritten. Was hinter dem Wachstum steckt und wo der Verbund besonders punktet.

Der Continentale Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit hat im Geschäftsjahr 2025 die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 7,3 Prozent auf 5,10 Milliarden Euro gesteigert. Das Wachstum liegt damit über dem Marktdurchschnitt von 6,6 Prozent. Erstmals in der Unternehmensgeschichte überschritt der Verbund dabei die fünf-Milliarden-Euro-Marke.


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Die Ertragslage der Gruppe mit den Marken Continentale, Europa und Mannheimer bleibt nach Unternehmensangaben stabil. Aus einem Kapitalanlagebestand von 28,06 Milliarden Euro erzielte der Konzern ein Kapitalanlageergebnis von 692 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis lag mit 637 Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert, das Rohergebnis belief sich auf 587 Millionen Euro. Davon flossen 91 Prozent an die Versicherten, unter anderem in Form von Beitragsrückerstattungen. Das Eigenkapital stieg um 56 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro.

Krankenversicherung wächst auf 2,09 Milliarden Euro

Die Continentale Krankenversicherung steigerte ihre Beitragseinnahmen 2025 um 9,2 Prozent auf 2,09 Milliarden Euro. Der Versichertenbestand wuchs um 2,0 Prozent auf 1,3 Millionen Personen. Im Neugeschäft legte die Gesellschaft ebenfalls deutlich zu.

Im Geschäftsfeld Lebensversicherung legte der Verbund um 6,5 Prozent auf 1,60 Milliarden Euro zu. Die Continentale Lebensversicherung AG trug mit einem Beitragsplus von 8,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro maßgeblich dazu bei. Der Anteil der Einmalbeiträge an den Gesamtbeitragseinnahmen lag mit 12,3 Prozent deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 33,3 Prozent – ein Spiegelbild der auf laufende Beiträge ausgerichteten Wachstumsstrategie.

Das Neugeschäft mit fondsgebundenen Rentenversicherungen der Schwestergesellschaft und Kölner Direktversicherers Europa Lebensversicherung entwickelte sich 2025 positiv, ebenso die Nachfrage nach Risikolebensversicherungen. Da die natürlichen Abläufe damit jedoch nicht vollständig ausgeglichen werden konnten, gingen die Beitragseinnahmen der Europa Lebensversicherung geringfügig auf 338 Millionen Euro zurück, teilte die Continentale weiter mit.

Schaden-Kosten-Quote sinkt auf 91,6 Prozent

Die drei Schaden- und Unfallversicherer des Verbundes steigerten ihre Beitragseinnahmen gemeinsam um 5,5 Prozent auf 1,40 Milliarden Euro. Die Continentale Sachversicherung AG erzielte mit einem Plus von 9,3 Prozent auf 692 Millionen Euro das stärkste Wachstum – getrieben von Tarifanhebungen in der Kraftfahrtversicherung sowie einem insgesamt wachsenden Versicherungsbestand. Auch die Europa Versicherung verzeichnete den stärksten Beitragszuwachs in der Kraftfahrtsparte; die Gesamtbeitragseinnahmen stiegen um 7,3 Prozent auf 240 Millionen Euro.

Die Mannheimer Versicherung verzeichnete dagegen einen leichten Rückgang der Beitragseinnahmen um 0,5 Prozent auf 470 Millionen Euro. Erhebliche Beitragssteigerungen gab es auch hier in der Kraftfahrtsparte sowie bei Markenprodukten wie Belmot für Oldtimerbesitzer. Beitragsrückgänge resultierten aus gezielten Bestandssanierungen, die im Gegenzug die Schaden-Kosten-Quoten in den betroffenen Sparten erheblich verbesserten. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote der drei Sachversicherer sank gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozentpunkte auf 91,6 Prozent.

Maklervertriebe zusammengeführt, Marktposition gestärkt

Strukturell hat der Verbund 2025 die Maklervertriebe von Continentale und Mannheimer zusammengeführt. Die neue Organisation soll die Betreuung der Vertriebspartner bündeln, Synergien heben und die Marktposition im Kompositgeschäft schärfen. Parallel dazu plant der Verbund, den Ausschließlichkeitsvertrieb seiner Gesellschaften stärker zu konsolidieren.

Das Jahr 2025 fällt zudem mit einem Jubiläum zusammen: Die Continentale Krankenversicherung begeht ihren 100. Geburtstag. Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Schmitz sieht den Verbund langfristig gut aufgestellt: „Wir sind als ein Versicherungsverbund auf Gegenseitigkeit gegründet worden und dies auch immer geblieben. So tragen wir Verantwortung über Generationen hinweg – für unsere Mitglieder, Vertriebspartner und Mitarbeitenden.“ Und weiter: „Unsere über Jahrzehnte gewachsene Unternehmenskultur mit Werten wie Verlässlichkeit, Verantwortung und Vertrauen bildet das Fundament für den weiteren gemeinsamen Erfolg, gerade in unsicheren Zeiten wie diesen.“

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