Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat sich mit dem Europaabgeordneten und Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses ECON, Ralf Seekatz (EVP), über die EU-Kleinanlegerstrategie Retail Investment Strategy (RIS) ausgetauscht. BVK-Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Wolfgang Eichele übergab Seekatz einen Positionskatalog des Verbandes zur RIS.
„Dieses Treffen steht in einer Reihe von Beratungen des BVK mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments in den letzten Jahren, mit denen wir die Interessenvertretung für die Vermittler auf EU-Ebene ausbauen“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Hierdurch können wir einerseits die EU-Parlamentarier für die Belange der deutschen Vermittler sensibilisieren, andererseits gewährt uns dies profunde Einblicke in die politischen Prozesse der EU und schärft damit unsere Kompetenz.“
Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Vergütung von Vermittlern. Der BVK lehnt Einschränkungen der Provisionsvergütung im Zuge der RIS ab. Darüber hinaus stehen die Themen „Value for Money“, „Inducements Tests“, „Product Oversight Governance“ und „Best Interest Tests“ im Fokus, die bei der praktischen Umsetzung der Kleinanlegerstrategie eine Rolle spielen sollen.
BVK fordert praxistaugliche Umsetzung der RIS
Bereits im Juni hatte sich der Verband beim Annual Meeting des europäischen Dachverbandes der Vermittlerverbände Bipar dafür ausgesprochen, die RIS verhältnismäßig und praxistauglich umzusetzen. Aus Sicht des BVK sollen neue Vorgaben die Leistungsfähigkeit der Vermittler nicht einschränken. Dabei nutzt der Verband auch sein Büro in Brüssel für die europäische Interessenvertretung.
Die Brüsseler Vertretung dient zugleich als Anlaufstelle für Mitglieder des BVK. Bei Reisen der Landes- und Bezirksverbände sollen Fachvorträge und Besuche bei EU-Institutionen Einblicke in politische Entscheidungsprozesse vermitteln, die Auswirkungen auf den deutschen Versicherungsvertrieb haben.
Am 2. September besuchen Mitglieder der BVK-Landesverbände aus Koblenz, dem Saarland, der Pfalz und Rheinhessen die Brüsseler Vertretung. Auf dem Programm stehen Fachreferate und Besichtigungen von EU-Institutionen. Der Verband plant, das Besuchsprogramm in Brüssel weiter auszubauen.














