Immobilienmärkte: Mietwachstum wird zum entscheidenden Renditetreiber

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Europas Hotelmarkt
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
Hotels erzielen derzeit die höchste Gesamtbewertung unter den untersuchten Immobiliensektoren (mit KI generiertes Symbolbild).

Europas Immobilienmärkte bieten trotz hoher Zinsen weiter Ertragsperspektiven. Entscheidend für Investoren sind nach einer Untersuchung von Real I.S. zunehmend Mietwachstum, Standort und Objektqualität. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ländern und Nutzungsarten – mit einem Sektor an der Spitze.

Die europäischen Immobilienmärkte bleiben aus Sicht von Real I.S. mittelfristig attraktiv. Allerdings verschieben sich die Renditetreiber: Statt sinkender Anfangsrenditen soll künftig vor allem das Mietwachstum die Markterholung stützen. Gleichzeitig belasten hohe Zinsen und eine zunehmende Polarisierung der Nutzermärkte das Umfeld.

Auch die konjunkturellen Aussichten haben sich eingetrübt. Die aggregierte Erwartung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der untersuchten Länder im Jahr 2026 sank gegenüber der Februar-Auswertung von 1,7 auf 1,2 Prozent. Unter anderem Deutschland, Frankreich und Belgien werden deshalb schwächer bewertet. Dänemark, die Niederlande und Luxemburg weisen dagegen eine vergleichsweise günstige Kombination aus Dynamik und niedrigem Risiko auf.


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„Die zunehmende Differenzierung der Immobilienmärkte eröffnet Investoren Chancen, verlangt aber eine sehr gezielte Auswahl. Entscheidend ist heute stärker denn je, welche Nutzungsart, welcher Standort und welche Objektqualität betrachtet werden. Gerade in einem Umfeld höherer Zinsen rücken nachhaltiges Mietwachstum und stabile laufende Erträge in den Mittelpunkt“, sagt Marco Kramer, Leiter Research & Investitionsstrategie bei Real I.S.

Büromärkte: Deutsche A-Städte mit vergleichsweise niedrigem Risiko

Bei Büroimmobilien setzt sich die Polarisierung zwischen hochwertigen Objekten und älteren beziehungsweise peripher gelegenen Immobilien fort. Die Ankaufsrenditen haben sich laut „Realometer“ stabilisiert, während sich die Prognosen für die Mietpreise moderat verbessert haben. Berlin, Hamburg, Köln und München weisen im Standortvergleich ein vergleichsweise niedriges Risiko auf. Kopenhagen und Sydney zeigen dagegen eine besonders hohe Dynamik.

Im Einzelhandel bleibt das Bild uneinheitlich. Lebensmittel- und fachmarktbasierte Konzepte zeigen sich stabil. Zugleich verbessern sich die Risikoparameter in Spanien, Portugal und Italien gegenüber dem ersten Quartal 2026. In Frankreich, Finnland, Irland und Großbritannien steigen die Risiken dagegen.

Für Logistikimmobilien sieht Real I.S. langfristig positive strukturelle Impulse, unter anderem durch Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Die Niederlande und Schweden verbinden dabei ein geringes Risiko mit einer vergleichsweise guten Dynamik.

Hotels führen die Bewertung an

Hotels erzielen derzeit die höchste Gesamtbewertung unter den untersuchten Immobiliensektoren. Verbesserte Prognosen für die Umsatzentwicklung stützen die Renditebewertung. Amsterdam und Frankfurt schneiden besonders gut ab und verbinden eine hohe Renditebewertung mit vergleichsweise geringem Risiko.

Auch Wohnimmobilien bleiben eine zentrale Assetklasse. Der strukturelle Nachfrageüberhang und steigende Mieten sorgen laut Analyse weiterhin für stabile Cashflows. Zwar hat sich die Bewertung an fast allen untersuchten Standorten moderat verschlechtert, dennoch dürfte Wohnen auch 2027 die dominierende Assetklasse am Investmentmarkt bleiben.

Den Haag und Dublin erreichen im Wohnsegment die höchsten Renditebewertungen. Amsterdam weist ebenfalls eine attraktive Kombination aus Rendite und Risiko auf.


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