Die GKV-Beiträge steigen auf Rekordniveau, während über tiefgreifende Reformen gestritten wird. Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, mit „BestensGesund“ ein neues Premium-Signal im PKV-Markt zu setzen?
Seubert: Die anhaltende politische Debatte führt allen vor Augen, wie fragil das gesetzliche Gesundheitssystem ist. Wir sehen, wie schnell Leistungen gestrichen werden und wie massiv die GKV durch den Renteneintritt der Babyboomer unter Druck geraten wird. Entsprechend groß ist die Verunsicherung. Das IGES Institut hat zu Jahresbeginn einen Anstieg des durchschnittlichen GKV-Beitragssatzes von heute 17,7 Prozent auf 20,6 Prozent im Jahr 2035 prognostiziert – bei ungünstiger Entwicklung sogar auf 23 Prozent. Dazu kommt noch der Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze. Wir spüren deutlich: Die Menschen suchen nach echter Verlässlichkeit und einer Krankenversicherung, die Leistungen garantiert und durch Alterungsrückstellungen nachhaltig finanziert.
Rahn: Genau deshalb war für uns klar, jetzt ist der Moment für ein echtes Premium-Signal. Mit „BestensGesund“ setzen wir kompromisslos auf Qualität. Von der Chefarztbehandlung bis zum Einbettzimmer. Wir wollen den Leuten die Sicherheit zurückgeben, dass ihre Gesundheit bei uns in besten Händen ist. Völlig egal, wie sich die politische Wetterlage in Berlin entwickelt.
Viele Versicherer bieten Premium-Schutz-Tarife. Was ist das „Bestens“ an „BestensGesund“ und welches konkrete Kundenbedürfnis decken Sie ab, das der Wettbewerb bisher vernachlässigt hat? Was stand im Mittelpunkt der Entwicklung?
Seubert: Das „Bestens“ an BestensGesund lässt sich ganz klar an den Top-Highlights festmachen, die im Kundengespräch echte Alleinstellungsmerkmale bieten. Dazu zählen eine verlässliche Planbarkeit des Beitrags in jeder Lebensphase, die durch den Wechsel zwischen den Selbstbehalts-Stufen ohne erneute Gesundheitsprüfung sowie eine hochflexible Beitragsentlastung im Alter unterstützt wird. Unsere Leistungsaussagen mit einer kompromisslosen Qualität werden ein Leben lang garantiert. Bemerkenswert ist unser ausgezeichneter Cash-Back von bis zu 3.190 Euro bei null Euro Selbstbehalt. Wobei Vorsorge, professionelle Zahnreinigungen und Impfungen bis 750 Euro jährlich den Bonus nicht schmälern. Um die Entwertung von Leistungen durch die Inflation zu verhindern, verzichtet der Tarif weitgehend auf starre Euro-Begrenzungen und rundet das Angebot durch ein starkes Familienkonzept inklusive 100 Prozent Zahnleistungen bis zum 21. Lebensjahr und einer sechsmonatigen Beitragsbefreiung bei Elterngeldbezug ab. Dieses Gesamtpaket hat uns hervorragende Ratings von ASCORE und Softfair gebracht.
„Wir wollen den Menschen die Sicherheit zurückgeben, dass ihre Gesundheit in besten Händen ist.“
Joachim Rahn
Rahn: Ausgangspunkt der Tarifentwicklung war, dass alle GKV-Leistungen in unserem Tarif enthalten sind – und zwar Stand 2025 und damit vor den Leistungskürzungen. Ein wertvoller USP für Wechsler ist die Anrechnung der Zahnvorversicherung, dadurch entfällt die marktübliche Zahnstaffel bei entsprechender Vorlaufzeit von 48 Monaten und mindestens 80 Prozent Erstattung komplett. Höchstleistungen sind somit sofort möglich. Selbstverständlich standen bei der Tarifkonzeption auch die Bedürfnisse der Vermittler mit Zuverlässigkeit, Klarheit im Bedingungswerk und reibungslosen, zukunftssicheren Prozessen im Mittelpunkt. Diese Ansprüche bedienen wir mit schnellen Feedback-Wegen und absoluter Transparenz. Dafür setzen wir die am Markt einzigartige Kombination der evidenzbasierten Gesundheits-Datenbank AktuarMed® mit der hochmodernen KI AktuarPrompt ein. Diese neue Technologie macht uns zu Vorreitern und gewährleistet schnelle, faire und stets nachvollziehbare Risikoprüfungen. Anonymisierte Voranfragen werden jetzt innerhalb von nur 24 Stunden beantwortet.
Premium-Tarife gelten als beratungsintensiv und preislich anspruchsvoll. Für welche Zielgruppe ist der neue Tarif konzipiert? Wie reagieren Vermittler und Kunden bisher darauf? Wie fällt das erste Feedback aus dem Markt und von Vermittlern aus?
Seubert: BestensGesund íst ein hochmoderner Schutz, der sich jeder Lebenslage flexibel anpasst und das gute Gefühl gibt, im Ernstfall kompromisslos abgesichert zu sein. Schon zum Start wurden für die Leistungsbreite und -tiefe mit einem „Herausragend“ von Ascore oder „Hervorragend“ von Softfair Höchstnoten vergeben. Das bestätigt eindrucksvoll, wir sind als Krankenversicherer mit der höchsten Solvency II-Quote im Markt mit einem echten Ausrufezeichen in den Vollversicherungsmarkt zurückgekehrt. In der Kundenberatung können somit alle angesprochen werden, die sich mit dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung oder dem Wechsel aus der GKV dorthin beschäftigen.
Rahn: Im Fokus stehen natürlich gutverdienende Angestellte und Selbstständige, aber das Interesse geht weit darüber hinaus. Die ersten Rückmeldungen aus dem Vermittlermarkt zeigen sehr deutlich, dass unser Ansatz den richtigen Nerv getroffen hat. Gründe für die positive Resonanz sind die starken Leistungen und die preisliche Komponente. In Zeiten, in denen überall von steigenden Kosten gesprochen wird, ist es in der Beratung ein riesiges Plus, dass man bestätigen kann: Die BestensGesund-Tarife kosten 2027 genau so viel wie heute. Die Kombination aus Premium-Leistung und garantierter Beitragsstabilität ist ein extrem starkes Argument im Markt.
Die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze zum Jahreswechsel erschwert Gutverdienern den Weg in die PKV. Ist das eine bewusste politische Marktschranke und was bedeutet das für das Neugeschäft?
Seubert: Der Bundeskanzler hat erkannt, dass die PKV überproportional zur Stabilität des Gesundheitssystems beiträgt und sich klar gegen eine Bürgerversicherung ausgesprochen. Immer mehr Menschen die Wahlfreiheit zu nehmen, ist vor diesem Hintergrund enttäuschend und lässt sich nur mit dem kurzfristigen Finanzierungsbedarf des GKV-Systems erklären. Gerade Leistungsträgern werden damit noch höhere Sozialabgaben aufgebürdet. Die Nachteile für die Betroffenen wiegen für mich noch schwerer als das geringere Neugeschäftspotenzial. Man darf aber nicht vergessen, dass die erhöhte Beitragsbemessungsgrenze das Potenzial für höhere Arbeitgeberzuschüsse bietet, die sich zum Beispiel für die Altersbeitragsentlastung nutzen lassen.
Die Bundespolitik erhöht die Versicherungspflichtgrenze außerplanmäßig, während Rufe nach einer Bürgerversicherung laut werden. Wie bewerten Sie die Maßnahme und wie kann die PKV hier – etwa durch Anreizmodelle für Prävention und Eigenverantwortung – als stabilisierendes Gegenmodell zur schleichenden Auflösung des dualen Systems fungieren? Was würde das für die Versicherten in Deutschland bedeuten?
Seubert: Für viele Versicherte steht das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz für deutlich veränderte Rahmenbedingungen. Die höhere Versicherungspflichtgrenze verschiebt für eine Reihe von Gutverdienern den Spielraum, sich für ein privates System zu entscheiden. Wir sehen die Aufgabe der PKV hier als stabilisierenden Anker: Während das GKV-System von kurzfristigen Beitragsanpassungen und Leistungsverschiebungen geprägt ist, steht die PKV durch das Prinzip der Kapitaldeckung und der garantierten Leistungen für eine langfristige Planbarkeit, was in unsicheren Zeiten sehr geschätzt wird.
„In der Beratung können alle angesprochen werden, die sich mit dem Wechsel in die PKV beschäftigen.“
Rahn: In den Beratungsgesprächen sind die Kostensensibilität durch höhere Zuzahlungen oder den Wegfall bestimmter GKV-Leistungen und damit höhere Eigenbeteiligungen häufig ein Thema. Die PKV wird somit zur sehr bewussten Entscheidung für Qualität und Sicherheit. Aber – und das ist für Vermittler und Versicherte das entscheidende Signal: Um die Wahlfreiheit zu nutzen, muss man den Kalender im Blick behalten. Durch die außerordentliche Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze um rund 300 Euro monatlich schließt sich das Wechselfenster schneller als gedacht. Versicherte mit einem aktuellen Jahresbruttoverdienst von über 77.400 Euro, der im Jahr 2027 voraussichtlich unter der neuen Grenze von ca. 84.000 bis 85.000 Euro liegen wird, sollten bis zum 30. September umfassend beraten werden. Nur so bleibt die Option auf den privaten Premium-Schutz offen, bevor die gesetzlichen Neuregelungen greifen.
Ein häufig genanntes Argument ist die Rolle der PKV als Innovationsmotor, weil neue Behandlungsmethoden dort oft Jahre früher verfügbar sind als im gesetzlichen System. Wie belastbar ist das Argument, und wie macht der Münchener Verein den Mehrwert für seine Kunden erlebbar?
Seubert: Das Argument der PKV als Innovationsmotor ist absolut belastbar und lässt sich im direkten Vergleich zum gesetzlichen System klar belegen. Während neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei den gesetzlichen Krankenkassen oft langwierige und bürokratische Genehmigungsprozesse durchlaufen, gilt in der privaten Krankenversicherung das Prinzip der medizinischen Sinnhaftigkeit als entscheidender Maßstab. Dadurch genießen PKV-Versicherte oft über Jahre hinweg einen exklusiven Zugang zu modernsten Therapien und Medikamenten, noch bevor diese in der GKV überhaupt in die Regelversorgung aufgenommen werden.
Rahn: Der Münchener Verein macht diesen gewaltigen Mehrwert mit dem Tarif „BestensGesund Premium“ für seine Kunden unmittelbar erlebbar, indem wir einen erstklassigen Leistungsumfang in den Bereichen ambulant, stationär und Zahn mit lebenslang vertraglich garantierten Spitzenleistungen kombinieren. Ein entscheidender Baustein für das Vertrauen unserer Kunden ist die fest in den Bedingungen integrierte Innovationsgarantie. Diese stellt sicher, dass auch künftige, heute vielleicht noch völlig unvorstellbare, aber anerkannte und medizinisch sinnvolle Behandlungsmethoden automatisch mitversichert sind. Unsere Versicherten erhalten dadurch eine gelebte Zukunftssicherheit und müssen niemals befürchten, den Anschluss an die Spitzenmedizin von morgen zu verlieren.













