KI in der Medizin: Große Mehrheit dafür – der Datenschutz bleibt aber die große Sorge

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Medizintechnik: Ärzte nutzen künstliche Intelligenz (KI) für Diagnose, Versorgung und zur Steigerung der Genauigkeit bei der Patientenbehandlung in der Zukunft. Medizinische Forschung. Medizinische Innovationen für die Gesundheit der Zukunft. Telemedizin
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Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin grundsätzlich positiv gegenüber.

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer zeigt: Die Mehrheit der Deutschen steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin aufgeschlossen gegenüber. Allerdings zieht die Bevölkerung bei KI in der Medizin auch eine rote Linie.

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin grundsätzlich positiv gegenüber. Allerdings verbinden die Deutschen damit aber auch klare Erwartungen an Grenzen und Rahmenbedingungen.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die im Auftrag der Barmer im Januar und Februar 2026 unter 1.791 Personen ab 18 Jahren durchgeführt wurde. 71 Prozent der Befragten bewerten den KI-Einsatz in der Medizin als eher oder sehr positiv, 60 Prozent gehen davon aus, dass er die Patientenversorgung verbessern wird.


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Gleichzeitig überwiegen Skepsis und Vorbehalte in zentralen Punkten. 61 Prozent befürchten, das Gesundheitswesen könnte durch den KI-Einsatz unpersönlicher werden. 51 Prozent zweifeln daran, dass persönliche Daten dabei ausreichend geschützt werden. „Die Bevölkerung hat eine klare Vorstellung von Potenzialen und Grenzen der KI in der Medizin. Sie soll die Versorgung verbessern, aber den Arzt-Patienten-Kontakt nicht ersetzen“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Noch deutlicher fällt das Urteil in der Frage aus, ob KI den Arzt langfristig ablösen könnte: 69 Prozent verneinen das – auch eine teilweise Ablösung schließen sie aus. 62 Prozent glauben zudem nicht, dass KI künftig genauere Diagnosen stellen wird als ein Mensch.

Bildungsniveau hat Einfluss

Die Zustimmung zum KI-Einsatz variiert erheblich nach Alter und Bildungsgrad. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt sie mit 78 Prozent am höchsten, bei den über 60-Jährigen mit 67 Prozent am niedrigsten. Straub führt das auf den alltäglichen Umgang mit KI-Anwendungen zurück, der in jüngeren Altersgruppen deutlich verbreiteter sei.

Noch stärker als das Alter wirkt der Bildungsgrad: 82 Prozent der Befragten mit hohem Schulabschluss stehen dem KI-Einsatz in der Medizin positiv gegenüber, unter jenen mit niedrigem oder mittlerem Abschluss sind es 64 Prozent. Dass KI die Patientenversorgung verbessern werde, meinen 69 Prozent der formal höher Gebildeten, gegenüber 52 Prozent in der anderen Gruppe. Beim Thema Kostensenkung im Gesundheitswesen liegen die Werte bei 62 beziehungsweise 48 Prozent.

Auch die Geschlechter unterscheiden sich in ihrer Einschätzung. 64 Prozent der Männer gehen davon aus, KI werde die Patientenversorgung verbessern, bei den Frauen sind es 56 Prozent. Dass KI künftig genauere Diagnosen stellen wird als ein Arzt, glauben 43 Prozent der Männer, aber nur 30 Prozent der Frauen. Ein medizinisches Erstgespräch mit einem KI-Chatbot können sich 31 Prozent der Männer vorstellen, bei den Frauen sind es 22 Prozent.

Klarer Rahmen gewünscht: KI als Unterstützung, nicht als Ersatz

Aus der Kombination von Offenheit und Skepsis ergibt sich laut Umfrage ein eindeutiges gesellschaftliches Bild: KI soll in der Medizin eine unterstützende Rolle spielen, keine bestimmende. „Ein Großteil der Bevölkerung möchte den Einsatz von KI in der Medizin in einem klar gesteckten, verbindlichen Rahmen. Sie soll den Arzt unterstützen, nicht ersetzen. Das ist auch richtig so. Die letzte Entscheidung muss immer beim Menschen bleiben“, sagt Straub.


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