Für 5,2 Millionen Autofahrende aus 63 Zulassungsbezirken verbessert sich die Regionalklasse, für 4,8 Millionen aus 46 Bezirken steigt sie. „Wo ein Auto zugelassen ist, macht für die Schadenbilanz einen erheblichen Unterschied. Besonders Großstädte schneiden häufig schlechter ab als ländliche Regionen“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
Die schlechteste Schadenbilanz weist erneut Offenbach auf, wo die Schäden fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Dahinter folgen Gelsenkirchen und Berlin. Am anderen Ende der Skala steht der brandenburgische Zulassungsbezirk Elbe-Elster mit Schadenzahlen rund 33 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Kasko-Klassen weitgehend stabil
Bei den Kaskoversicherungen fallen die Veränderungen deutlich geringer aus. Rund 33 Millionen Autofahrende behalten ihre bisherigen Regionalklassen. Für jeweils rund 2,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte ergeben sich höhere beziehungsweise niedrigere Einstufungen.
Die Regionalklasse errechnet sich aus der Schadenbilanz des jeweiligen Zulassungsbezirks. Maßgeblich ist dabei nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern wo das Fahrzeug zugelassen ist – also der Wohnort des Halters. Die Schadenbilanzen werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, für die Vollkasko neun und für die Teilkasko 16 Klassen.
Für den tatsächlichen Versicherungsbeitrag ist die Regionalklasse allerdings nur ein Faktor unter mehreren. Daneben fließen die Typklasse des Fahrzeugs, die jährliche Fahrleistung sowie die allgemeine Entwicklung der Reparaturkosten in die Kalkulation ein.













