Mehr als vererben: Warum Generationenplanung frühzeitig beginnen muss

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Jens Arndt, CEO Mylife Lebensversicherung AG
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Jens Arndt, CEO Mylife Lebensversicherung AG

Im Jahr 2025 wechselten in Deutschland Vermögenswerte von 141,1 Milliarden Euro per Erbschaft oder Schenkung den Besitzer, 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Warum Nachfolgeplanung und Kapitalanlage von Anfang an zusammengehören. Von Jens Arndt

Über Vermögensübertragung wird häufig erst dann gesprochen, wenn das Thema bereits drängt. Dabei gilt es viele Fragen zu klären: Wann sollen die eigenen Kinder über Vermögen verfügen können? Soll Kapital schrittweise oder zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragen werden? Und wie soll das Vermögen bis dahin angelegt werden?

Das Thema betrifft immer mehr Menschen hierzulande, denn in Deutschland ist eine gewaltige Vermögensverschiebung zwischen den Generationen im Gange: Allein 2025 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts Erbschaften und Schenkungen im Wert von 141,1 Milliarden Euro erfasst - 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Selbst diese Zahlen zeigen nicht das ganze Bild, denn Übertragungen, die innerhalb der Freibeträge bleiben und zu keiner Steuerfestsetzung führen, werden statistisch nicht erfasst.

Generationenplanung sollte rechtzeitig beginnen und als langfristiger Prozess verstanden werden. Viele Eltern und Großeltern möchten Vermögen bereits zu Lebzeiten für die nächste Generation vorsehen, es aber nicht sofort vollständig aus der Hand geben. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht soll das Geld später das Studium finanzieren oder beim Kauf einer Immobilie unterstützen. Dann kann es sinnvoll sein, den Zeitpunkt der Auszahlung gezielt zu bestimmen, statt das gesamte Vermögen sofort zur freien Verfügung zu stellen.

Nachfolgeplanung und Kapitalanlage zusammen denken

Ein Aspekt wird dabei häufig unterschätzt: Nicht nur die Übertragung selbst ist entscheidend, sondern auch die Frage, wie das Vermögen bis dahin angelegt wird. Nachfolgeplanung und Kapitalanlage müssen deshalb zusammen gedacht werden.

Je nach Anlagehorizont und -präferenzen kann es sinnvoll sein, am Kapitalmarkt investiert zu bleiben, um langfristige Renditechancen zu nutzen und einem Kaufkraftverlust entgegenzuwirken. Gleichzeitig sollte die Investmentstrategie flexibel genug sein, um sie gegebenenfalls an veränderte Rahmenbedingungen anpassen zu können.


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Versicherungsbasierte Investmentlösungen können dafür einen geeigneten Rahmen bieten, in dem sich Kapitalanlage und Nachfolgeplanung miteinander verbinden lassen. Mit ein oder zwei Vertragsinhabern oder unterschiedlichen Bezugsrechtsregelungen bieten diese Produkte sehr viel Flexibilität bei der Gestaltung einer Schenkung oder Vererbung. Die einkommenssteuerfreie Leistung im Todesfall gegenüber einer reinen Depotlösung ist ein weiteres fast schon unschlagbares Argument.

Und sofern die Produktgestaltung über eine Nettoversicherung erfolgt und technische Schnittstellen zu Depotbanken existieren, lässt das Produkt auch eine depotgleiche Fondsauswahl und tägliche Anpassungen der Fondsallokation zu.

Generationenplanung bedeutet also, die vorhandenen Gestaltungsspielräume zu nutzen und Kapitalanlage, Vorsorge und Nachfolge aufeinander abzustimmen. Dafür braucht es flexible, transparente und kostengünstige Lösungen - vor allem aber einen Plan, der die Wünsche des Vermögensinhabers und die Bedürfnisse der nächsten Generation gleichermaßen berücksichtigt.

Autor Jens Arndt ist Vorstandsvorsitzender der Mylife Lebensversicherung

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