Premiumimmobilien: Angebot wächst deutlich, Wohnungspreise geben nach

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Gründerzeit-Häuser an der Alster in Hamburg (Symbolbild)

Der Premiumimmobilienmarkt in den sieben größten deutschen Städten startet mit einem deutlich größeren Angebot in das Jahr 2026. Während die Preise für Premiumwohnungen nachgeben, zeigen sich Premiumhäuser stabiler. Die Nachfrage entwickelt sich je nach Standort unterschiedlich.

Der Premiumimmobilienmarkt in den sieben größten deutschen Städten ist mit einem deutlich größeren Angebot in das Jahr 2026 gestartet. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Maklerunternehmens Dahler hervor, die Angebots- und Nachfragedaten von ImmoScout24 für das erste Quartal 2026 auswertet. Betrachtet wurden jeweils die teuersten zehn Prozent der auf der Plattform inserierten Eigentumswohnungen und Häuser.


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Demnach stieg die Zahl der inserierten Premiumwohnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 Prozent. Auch bei Premiumhäusern nahm das Angebot zu und lag 11,7 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals 2025.

Bei den Eigentumswohnungen wurde in allen untersuchten Städten ein Angebotsanstieg registriert. Berlin verzeichnete mit 19,8 Prozent das stärkste Wachstum, gefolgt von München mit 18,4 Prozent und Hamburg mit 18,3 Prozent. Das geringste Plus entfiel auf Frankfurt am Main mit 4,9 Prozent.

Premiumwohnungen mit rückläufigen Preisen

Parallel zum größeren Angebot gingen die Preise für Premiumwohnungen zurück. Der Median der Angebotsquadratmeterpreise lag laut der Analyse bei 9.874 Euro und damit drei Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die höchsten Angebotspreise wurden weiterhin in München registriert. Dort lag der Median bei 14.329 Euro je Quadratmeter. Es folgen Hamburg mit 12.504 Euro und Frankfurt am Main mit 10.514 Euro je Quadratmeter.

Die stärkste Preisbewegung nach unten zeigte München mit einem Rückgang von 8,9 Prozent. In Stuttgart entwickelte sich der Markt dagegen gegenläufig. Dort stieg der Medianangebotspreis im Premiumsegment um zehn Prozent auf 7.950 Euro je Quadratmeter.

Auch bei der Nachfrage zeigen sich Unterschiede zwischen den Standorten. In Düsseldorf stieg die Zahl der Interessentenanfragen gegenüber dem Vorjahresquartal um 42 Prozent und damit am stärksten. Stuttgart verzeichnete dagegen einen Rückgang um drei Prozent.

Premiumhäuser mit stabiler Preisentwicklung

Im Premiumsegment der Häuser entwickelte sich das Angebot ebenfalls nach oben. Die Zahl der inserierten Objekte stieg in den sieben Metropolen um 11,7 Prozent. Frankfurt am Main verzeichnete mit einem Plus von 31,3 Prozent den stärksten Angebotszuwachs.

Anders als bei den Wohnungen entwickelten sich die Preise für Premiumhäuser leicht positiv. Der Median der Angebotsquadratmeterpreise lag bei 10.676 Euro und damit 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Den stärksten Preisanstieg registrierte Berlin. Dort erhöhte sich der Medianpreis um 11,8 Prozent auf 9.732 Euro je Quadratmeter.

Bei der Nachfrage ergab sich ein gemischtes Bild. Düsseldorf und Frankfurt am Main verzeichneten Zuwächse bei den Interessentenanfragen von 14 beziehungsweise zwölf Prozent. In Berlin sank die Zahl der Anfragen dagegen um 22 Prozent.

Käufer prüfen Objekte genauer

„Die Daten verdeutlichen, dass der deutsche Premiumimmobilienmarkt mit deutlich mehr Angebot in das Jahr 2026 gestartet ist“, sagt Björn Dahler, Geschäftsführer von Dahler. Insbesondere bei Premiumwohnungen gehe die größere Auswahl mit einer rückläufigen Preisdynamik einher. Käuferinnen und Käufer agierten weiterhin selektiv und berücksichtigten Finanzierung, Lagequalität und langfristige Werthaltigkeit stärker.

Mit Blick auf die jüngste Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank erwartet Dahler eine weitere Differenzierung des Marktes. „Käuferinnen und Käufer werden noch genauer hinschauen: auf Lage, Objektqualität, energetischen Zustand, Preis und langfristige Werthaltigkeit“, sagt er. Sehr gute Immobilien in attraktiven Lagen blieben gefragt, während bei anderen Objekten Lage, Qualität und Preis noch stärker zusammenpassen müssten.


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