Studie: „Der entscheidende Mehrwert einer professionellen Beratung“

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Jürgen Wörner ist Vorstand für Vertriebspartnerbetreuung und Direktvertrieb sowie Kundendienst
Foto: Continentale
ürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung.

Eine neue Continentale-Studie belegt: Persönliche Beratung erhöht den Absicherungsgrad messbar. Das gilt insbesondere bei existenziellen Risiken. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, wie groß die Lücken in Deutschland noch sind.

Wer einen persönlichen Versicherungsvermittler hat, ist bei zentralen Vorsorgethemen spürbar besser abgesichert als Menschen ohne Beratung. Das ist ein zentrales Ergebniss der repräsentativen Continentale-Studie 2026 „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“, deren erste Resultate jetzt veröffentlicht wurden. Die vollständige Studie soll nach Angaben des Versicherers dann im September 2026 erscheinen.


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Die Erhebung zeigt zudem, dass Kompositversicherungen in der Bevölkerung nahezu flächendeckend verbreitet sind. Privathaftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen gehören für mehr als drei Viertel der Deutschen zum Standard; und sie werden zugleich als besonders relevant eingestuft. Anders sieht es hingegen bei der Absicherung existenzieller Risiken aus: Nur knapp die Hälfte der Befragten verfügt über eine private Altersvorsorge, knapp 21 Prozent über eine Berufsunfähigkeitsversicherung und rund 19 Prozent über eine private Pflegezusatzversicherung.

Continentale Studie 2026: Privat abgeschlossene Versicherungen (Quelle: Continentale)

Auffällig ist dabei die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen: Nur rund jeder Fünfte in dieser Gruppe hat eine private Altersvorsorge abgeschlossen. Und das, obwohl das Risikobewusstsein in dieser Generation überdurchschnittlich ausgeprägt ist.

Vermittler erhöhen Absicherungsquote messbar

Spannend ist, welche Einfluss persönliche Beratung auf die Versicherungsdurchdringung beziehungsweise Absicherungsbereitschaft hat. Das zeigt sich in den Daten deutlich. So verfügen Personen mit Vermittlerkontakt deutlich häufiger über mindestens eine private Altersvorsorge. In Zahlen: 53 Prozent gegenüber 34 Prozent bei Personen ohne Beratung. Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Unterschied erheblich: 24 Prozent gegenüber 14 Prozent. Bei der privaten Pflegezusatzversicherung liegt die Quote bei 15 Prozent gegenüber acht Prozent.

„Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen persönlicher Beratung und Absicherung“, sagt Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. „Personen mit persönlicher Beratung sind insbesondere bei komplexen Vorsorgethemen deutlich besser abgesichert als Menschen ohne Vermittler.“

Wörner sieht darin einen strukturellen Mehrwert der Vermittlertätigkeit: „Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der politischen Reformen sind enorm. Das schreit nach Einordnung und Orientierung. Und das kann der Versicherungsvermittler leisten. Er kann gemeinsam mit dem Kunden eine planvolle Absicherung gestalten. Das ist der entscheidende Mehrwert einer professionellen Beratung.“

Junge Erwachsene wollen BU – schließen sie aber nicht ab

Besonders interessant sind die Ergebnisse bei der Berufsunfähigkeitsversicherung in der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. 64 Prozent stufen sie als unverzichtbar ein – Platz 3 hinter Kfz-Versicherung (68 Prozent) und Privathaftpflicht (87 Prozent). Rund 40 Prozent dieser Altersgruppe würden bei zusätzlichem finanziellen Spielraum zuerst eine BU abschließen, vor Rechtsschutz (30 Prozent) und Altersvorsorge (23 Prozent).

Continentale Studie 2026: Unverzichtbare Versicherungen (Quelle: Continentale)

„Das Risikobewusstsein junger Menschen ist beim Thema Berufsunfähigkeit erfreulich hoch“, sagt Wörner. Zwischen Erkenntnis und tatsächlichem Abschluss bestehe jedoch weiterhin eine deutliche Lücke. „Genau hier können Vermittler durch Aufklärung und individuelle Beratung den entscheidenden Impuls liefern.“ Dazu gehöre auch, die Frage zu stellen, ob statt einer Vollkasko fürs Auto das Budget besser in eine BU-Vorsorge investiert wäre.

KI verändert Informationsverhalten – ersetzt Beratung nicht

Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft den Einfluss digitaler Technologien: Rund drei Viertel der Befragten geben an, KI-gestützten Tools bei Versicherungsentscheidungen nicht oder eher nicht zu vertrauen. Wörner kommentiert das pragmatisch: „Professionelle Vermittler nutzen KI für sich und ihre Kunden und arbeiten nicht mit dieser im Wettbewerb.“


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