Zeichen stehen auf Trendwende: Bietet Bitcoin jetzt Einstiegschancen?

Bitcoin rauf oder runter?
Foto: ChatGPT
Ein Marktindikator signalisiert eine Bodenbildung bei Bitcoin. Nachlassender Inflationsdruck bietet strategische Einstiegschancen.

Nach anhaltendem Druck stabilisieren sich die Krypto-Märkte zunehmend. Ein zentraler Marktindikator deutet bei Bitcoin auf eine historische Bodenbildung hin, während geopolitische Entlastungen den Inflationsdruck mindern. Für strategische Allokationen im Vermittlergeschäft könnte das aktuelle Kursniveau eine vielversprechende Basis bieten.

Nach dem US-Iran-Abkommen weicht der globale Inflationsdruck und der Fokus kehrt zurück zu Technologietreibern wie KI. Trotz vorübergehendem Druck durch ETF-Abflüsse deutet unser Marktindikator bei Bitcoin auf eine historische Bodenbildung hin. Das aktuelle Kursniveau bietet somit eine attraktive Einstiegschance für strategische Allokationen.


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Geopolitische Entspannung entlastet die Märkte

Das jüngste Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat die viermonatige Blockade der Straße von Hormus beendet. Dies nimmt den massiven Inflationsdruck, der noch das erste Fed-Treffen unter Kevin Warsh belastet hatte. Während sich Risikoanlagen stabilisieren und die Lieferketten normalisieren, rücken die geopolitischen Spannungen in den Hintergrund; das Interesse der Anleger gilt nun wieder den massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur.

Kapitalabflüsse belasten Bitcoin kurzfristig

Bitcoin und der breitere Kryptomarkt gerieten zuletzt sowohl durch die Neubewertung der Geldpolitik als auch durch die hohe Kapitalbindung im Vorfeld mehrerer prominenter Börsengänge (IPOs) unter Druck. Dabei kam es zum ersten Mal seit der Auflegung der Bitcoin-ETFs zu echten Nettoabflüssen – frühere Abflüsse waren größtenteils auf das Auflösen von Carry-Trades zurückzuführen. Interessanterweise nähert sich unser hauseigener Marktindikator, der mehr als ein Dutzend Einzelsignale bündelt, Niveaus, die in der Vergangenheit zuverlässig mit großen Marktböden zusammenfielen.

Sinkende Inflation stärkt den Bitcoin-Ausblick

Mit Blick nach vorn dürfte der stärkste Inflationstreiber nun an Kraft verlieren, während die Verbreitung von KI-Technologien mittelfristig strukturell deflationär wirken könnte. Dieses Zusammenspiel dürfte Bitcoin in den kommenden Monaten spürbaren Rückenwind verleihen. Da zudem immer mehr Finanzberater die Freigabe erhalten, ihren Kunden Bitcoin zu empfehlen, bietet das aktuelle Marktniveau eine hervorragende Basis für strategische Positionierungen, während die Inflationsrisiken weiter weichen.

Marc des Ligneris ist Senior Portfolio Manager bei Coinshares.


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