AfW zieht positive Bilanz seines 34er-Events im Colosseum Berlin

Dreiköpfiger AfW Vorstand mit Auditorium im Rücken
Foto:©2026 AfW / WAEIS_Filme
AfW-Vorstand im Colosseum-Filmtheater mit Publikum im Rücken (von links): Franziska Geusen, Norman Wirth, Frank Rottenbacher.

Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung hat sein 34-jähriges Bestehen mit rund 300 Gästen in Berlin gefeiert. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Verbands, aktuelle Herausforderungen der Branche und eine neue Kampagne für 34er-Vermittler. Der Blick richtete sich dabei vor allem nach vorn.

Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung hat am 18. Juni 2026 sein 34-jähriges Bestehen mit rund 300 Gästen im Colosseum Filmtheater in Berlin gefeiert. Unter dem Motto „Wir feiern das Heute. Und gestalten das Morgen.“ verknüpfte die Veranstaltung Rückblick, fachlichen Austausch und Zukunftsthemen der unabhängigen Finanzberatung. Zudem stellte der Verband seine neue „#DIE34ER“-Kampagne „Statements“ vor.


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Nach der Begrüßung durch den AfW-Vorstand erinnerte Verbandsgründer und Ehrenvorsitzender Jens Wüstenbecker an die Anfänge des Verbandes. Er schilderte, wie die Idee zur Gründung aus dem Gedanken entstand, dass eine starke Interessenvertretung nur gemeinsam gelingen kann. Gleichzeitig ehrte er Mitglieder der ersten Stunde, die den Verband seit seiner Gründung begleitet haben.

„Der AfW ist aus der Überzeugung entstanden, dass unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler eine starke gemeinsame Stimme brauchen. Genau dieser Gedanke war im Colosseum spürbar: fachlich, politisch und menschlich“, betont AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.

Zukunft der Finanzberatung im Fokus

Im fachlichen Programm standen aktuelle Entwicklungen der Branche im Mittelpunkt. Nikolaus Stapels zeigte, wie sich Maklerinnen und Makler besser gegen Cyberkriminalität schützen können. Dr. Robin Kiera widmete sich den Auswirkungen digitaler Kundenwelten und Künstlicher Intelligenz auf die Finanzberatung sowie der Frage, wie Vermittlerinnen und Vermittler auch künftig sichtbar und relevant bleiben.

Im Panel „Beratung heute – Beratung morgen“ diskutierte AfW-Vorständin Franziska Geusen mit Doreen Gossert, Andreas Beys, Fiona Jasmut und Dr. Robin Kiera über die Erwartungen jüngerer Zielgruppen, neue Kommunikationswege und den Stellenwert persönlicher Beratung.

„Die Diskussion hat gezeigt, wie viel Zukunft in unserem Berufsstand steckt. Junge Menschen erwarten Verständlichkeit, Sichtbarkeit und echte Begleitung. Genau hier liegen die Stärken unabhängiger Vermittlerinnen und Vermittler. Mit ‚#DIE34ER‘ und ‚Statements‘ wollen wir zeigen, wer hinter diesem Beruf steht: Engagierte und qualifizierte Menschen mit Haltung, Verantwortung und Überzeugung“, erklärt Franziska Geusen.

Verbände-Gipfel: Kostendeckel auch bei der bAV?

Im Panel „Branche im Dialog“ diskutierten Vertreter verschiedener Verbände über die Reform der Altersvorsorge, die Zukunft der Beratungsvergütung, den Einsatz Künstlicher Intelligenz und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche, was an sich schon eine Besonderheit war: Beteiligt waren unter Leitung von Frank Rottenbacher Norman Wirth für den AfW, Martin Klein für den Votum Verband, Dr. Helge Lach für den Bundesverband Deutscher Vermögensberater, Julie Schellack für den Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler sowie Kai Schulze für den BVI Deutscher Fondsverband. Trotz unterschiedlicher Positionen wurde deutlich, dass bei zentralen Branchenthemen gemeinsame Interessen bestehen.

Thematisch ging es in der Diskussion in erster Linie um den Kostendeckel bei der jüngst verabschiedeten Reform der privaten Altersvorsorge in Deutschland, den enormen Umfang der EU-Regulierung und die generelle Tendenz in großen Teilen der deutschen und der europäischen Politik, Finanzberatung nur als Kostenfaktor und nicht als wertvolle Dienstleistung zu sehen. Das werde auch durch das geplante „Value-for-Money“-Prinzip im Rahmen der gerade finalisierten EU-Kleinanlegerstrategie deutlich. Auch bei der angestrebten Reform der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) stehen entsprechende Beschränkungen im Raum, berichtete etwa Votum-Chef Klein.

Neue 34er-Kampagne mit Videostatements und Porträtfotos

Für die neue „Statements“-Kampagne entstanden während der Veranstaltung persönliche Video-Botschaften von Vermittlerinnen und Vermittlern sowie Schwarz-Weiß-Porträts des Fotografen Tom Peschel, die in den kommenden Monaten im Rahmen der Kampagne veröffentlicht werden.

Hintergrund: Im AfW sind in erster Linie Finanzdienstleister mit Zulassungen nach den verschiedenen 34er-Paragrafen der GewO wie Paragraf 34d (Versicherungsvermittler/-berater) oder 34f (Finanzanlagenvermittler) organisiert. Das erklärt auch, warum der Verband seinen nicht eben runden 34. Geburtstag groß feierte.

„34 Jahre AfW stehen für 34 Jahre Einsatz für die unabhängige Vermittlerschaft. Das Jubiläum hat gezeigt, wie stark diese Gemeinschaft ist: im fachlichen Austausch, in der politischen Interessenvertretung und im persönlichen Miteinander. Genau daraus entsteht die Kraft, die Zukunft der Beratung selbstbewusst zu gestalten“, resümiert Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW.

Cash. war vor Ort. Hier geht’s zur Bildergalerie.


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