Der Markt für Eigentumswohnungen in München hat zu Beginn des Jahres an Dynamik gewonnen. Nach aktuellen Auswertungen des Münchner Gutachterausschusses stieg die Zahl der Kaufverträge in den ersten beiden Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 1.485. Darauf weist Aigner Immobilien hin. Der Geldumsatz erhöhte sich demnach um sechs Prozent auf 792 Millionen Euro.
Wie aus den Daten hervorgeht, entwickelt sich der Markt der Eigentumswohnungen in München allerdings unterschiedlich je nach Preisklasse. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Wohnungen mit einem Kaufpreis von unter 300.000 Euro aus. Hier legte die Zahl der Kaufverträge um 23 Prozent zu, während der Geldumsatz um neun Prozent stieg.
Auch Wohnungen im Segment zwischen 300.000 und 600.000 Euro verzeichneten Zuwächse. Die Zahl der Transaktionen erhöhte sich um rund sechs Prozent, der Umsatz um rund acht Prozent. Ebenfalls gefragt blieb das obere Marktsegment mit Kaufpreisen ab 900.000 Euro. Dort stiegen die Vertragszahlen um 16 Prozent und der Geldumsatz um 17 Prozent.
Rückgang im mittleren Preissegment
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich lediglich im Segment zwischen 600.000 und 900.000 Euro. Hier sank die Zahl der Kaufverträge um neun Prozent, der Geldumsatz ging um acht Prozent zurück.
Thomas Aigner, Geschäftsführer der Aigner Immobilien GmbH und Mitglied des Münchner Gutachterausschusses, sieht darin einen Hinweis auf veränderte Marktbedingungen. „Die klassische Käuferschicht, die in diesem Preisumfeld unterwegs war, spürt die gestiegenen Finanzierungskosten deutlich, hält einen Kauf noch zurück oder weicht auf günstigere Wohnungen aus. Die Zinsen sind in diesem Preissegment definitiv der Showstopper.“
Die höheren Finanzierungskosten wirken sich demnach insbesondere auf Käufer aus, die auf Fremdkapital angewiesen sind. Während günstigere Objekte von Ausweichbewegungen profitieren könnten, bleibt die Nachfrage im mittleren Segment gedämpft.
Luxussegment bleibt stabil
Im hochpreisigen Wohnungsmarkt zeigt sich dagegen weiterhin eine hohe Zahlungsbereitschaft. Laut den Daten des Gutachterausschusses blieb das Spitzensegment weitgehend unabhängig von den gestiegenen Zinsen.
Schon im Jahr 2025 wurden demnach erneut Rekordpreise registriert. Für eine Neubauwohnung mit rund 515 Quadratmetern Wohnfläche zahlte ein Käufer 26,5 Millionen Euro. Eine Bestandswohnung mit rund 345 Quadratmetern wechselte für 17,4 Millionen Euro den Eigentümer.














