Die DEVK hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und konnte die gebuchten Bruttobeiträge um sieben Prozent auf 5,75 Milliarden Euro steigern. Im Neugeschäft erzielte die DEVK mit 1,33 Milliarden Euro ein Plus von 17,6 Prozent – das beste Vertriebsergebnis in der 140-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Zahl der versicherten Risiken und Verträge sank leicht um 0,4 Prozent auf 14,7 Millionen, was die DEVK auf die gezielte Ablösung veralteter Verträge zurückführt.
Das inländische Erstversicherungsgeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 9,7 Prozent auf 2,80 Milliarden Euro und damit über dem Branchendurchschnitt von acht Prozent. In der Kfz-Versicherung stiegen die gebuchten Beiträge um 14,8 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro – auch hier oberhalb des Branchenwerts von 13,9 Prozent. Die Krankenversicherung legte mit plus 11,6 Prozent auf 134 Millionen Euro besonders dynamisch zu, in der Lebensversicherung inklusive Pensionsfonds stiegen die Beiträge um 4,9 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro, die Rechtsschutzversicherung wuchs um 5,5 Prozent auf 229 Millionen Euro. „Besonders hervorzuheben ist, dass wir aus eigener Kraft weiter gewachsen sind“, ordnet Michael Knaup, seit dem 1. Januar 2026 neuer Vorstandsvorsitzender des Kölner Versicherers, das Ergebnis ein.
Jahresüberschuss fast verdreifacht
Das versicherungstechnische Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung profitierte 2025 von einem schadensarmen Jahr. Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung verbesserte es sich auf 143 Millionen Euro, nach minus 12 Millionen Euro im Vorjahr. Die DEVK führte zugleich 125 Millionen Euro der Schwankungsrückstellung zu, nach 72 Millionen Euro im Vorjahr. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis der Gruppe drehte auf plus 33 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch minus 43 Millionen Euro zu Buche gestanden hatten.
Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich auf 273 Millionen Euro, gegenüber 227 Millionen Euro im Vorjahr. Geringere Abschreibungen und höhere Zuschreibungen wirkten dabei positiv. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit stieg auf 248 Millionen Euro, nach 106 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss nach Steuern erhöhte sich auf 136 Millionen Euro – nach 49 Millionen Euro im Vorjahr.
Das Kapitalanlagevolumen der Gruppe wuchs um 2,9 Prozent auf 24,07 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg auf 3,04 Milliarden Euro, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,85 Milliarden Euro.
Rückversicherung als Wachstumsstütze
Das Rückversicherungsgeschäft über DEVK Re und Echo Re wuchs ebenfalls: Die gebuchten Beiträge aus konzernfremdem Geschäft erhöhten sich um 3,2 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Die Kundenzahl stieg auf 1.057 aus 132 Ländern, nach 998 im Vorjahr. Die Schaden-Kosten-Quote vor Zuführung zur Schwankungsrückstellung lag bei 90,4 Prozent, auch weil sich Einzel- und Katastrophenschäden in Grenzen hielten.
Knaup betont die strategische Bedeutung dieses Segments: „Unsere Rückversicherer sind ein wesentlicher Wert- und Diversifikationstreiber der DEVK-Gruppe und machen inzwischen rund ein Viertel des Beitragsaufkommens aus.“ Drei weitere Säulen tragen jeweils ein weiteres Viertel bei: das Kfz-Geschäft, die Sachversicherung sowie die Personenversicherungen mit Leben, Kranken und Pensionsfonds.
Im Kompositgeschäft verbesserte sich die Combined Ratio auf 94,3 Prozent, nach 98,5 Prozent im Vorjahr. In der Kfz-Versicherung blieb sie mit 105 Prozent jedoch über der Grenze zur Profitabilität. Die strukturellen Belastungen sind bekannt: Seit 2017 sind die Kosten für Pkw-Ersatzteile und Werkstattstunden um mehr als 60 Prozent gestiegen, hinzu kommen höhere Ausgaben für Anwälte und Sachverständige. Der intensive Wettbewerb erschwere es, Beitragsanpassungen vollständig am Markt durchzusetzen, heißt es von Seiten der DEVK.
Neue Fondsrente und KI-gestützte Risikomodelle
Im Lebensversicherungsgeschäft stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 2,6 Prozent auf 783,8 Millionen Euro. Wachstumsimpulse lieferte vor allem das zur Jahresmitte eingeführte Produkt DEVK-Rente ZukunftPlus, eine flexible Fondsrente mit Garantiekomponenten, die für die private wie auch die betriebliche Altersvorsorge konzipiert ist.
Für 2026 erwartet die DEVK ein Beitragswachstum von rund vier Prozent und einen deutlich verbesserten Konzern-Jahresüberschuss vor Steuern. In der Sachversicherung setzt das Unternehmen auf einen seit dem Frühjahr verfügbaren neuen Wohngebäudetarif. Bei der Bewertung von Elementarrisiken setzt die DEVK auf KI-gestützte Simulationen von Starkregenereignissen, um Risikoeinschätzungen zu präzisieren und wettbewerbsfähige Konditionen zu erhalten. Insgesamt steuert die DEVK-Gruppe auf Beitragseinnahmen von rund 6 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr zu.













