Gold überholt US-Staatsanleihen als Reserveasset – Bitcoin droht Einbruch auf 30.000 Dollar

Langfristig bleibt Gold vor allem wegen der weiter steigenden Staatsverschuldung ein attraktives Investment. Die immer höheren Schuldenstände lassen sich politisch kaum durch harte Sparmaßnahmen abbauen. Gleichzeitig ist eine echte Zinssenkung über eine erneute Liquiditätsflutung des Systems kaum noch möglich, weil in den vergangenen Jahrzehnten bereits enorme Geldmengen geschaffen wurden und jede weitere Ausweitung der Geldmenge unmittelbar inflationär wirkt. Eine zusätzliche geldpolitische Injektion würde die Inflationserwartungen eher weiter anheizen und damit den Druck auf die Kapitalmarktzinsen erhöhen, statt die Schuldenproblematik nachhaltig zu lösen.

Der letztlich gangbare Weg für Notenbanken und Regierungen bleibt deshalb eine fortgesetzte Finanzierung über die Druckerpresse beziehungsweise eine weitere Ausweitung der Geldmenge. Genau das sorgt langfristig für eine strukturelle Entwertung der Fiat-Währungen. Gold bleibt in diesem Umfeld der klassische Schutz gegen Kaufkraftverlust, weil es knapp, nicht beliebig vermehrbar und außerhalb des Kreditgeldsystems steht.

Rücksetzer im Goldpreis sollten daher weiterhin genutzt werden, um Positionen aufzubauen. Eine stärkere Korrektur wäre aus meiner Sicht keine Trendwende, sondern eine attraktive antizyklische Kaufchance, bevor in den kommenden Jahren neue Allzeithochs erreicht werden. Fünfstellige Preisniveaus beim Goldpreis sind in diesem Umfeld keine Frage des Ob, sondern eher des Wann.

Der S&P 500 hat auf einem neuen Allzeithoch geschlossen und ist dabei, eine 10-Wochen-Gewinnserie zu erreichen, was es zuletzt 1985 gab.

Bitcoin unter Druck: Bruch der Unterstützung könnte die Märkte schwer treffen

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