Anzeige
19. Juni 2017, 10:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Richtige Ansprache von Best Agern führt zu Empfehlungsgeschäft”

Berater, die erfolgreich mit den Best Agern arbeiten wollen, müssen wissen, wie die Generation 50plus tickt, meint Uwe-Matthias Müller. Der geschäftsführende Vorstand der Bundesverband Initiative 50Plus e.V. sprach mit Cash. über die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe.

Ansprache von Best Agern

Uwe-Matthias Müller: “Die Lebenszeit wird immer länger und diese Zeit will sinnvoll und mit Spaß verbracht sein.”

Cash.: Der demografische Wandel macht die Ruhestandsplanung immer wichtiger. Welche Bedürfnisse haben die Ruheständler?

Müller: Viele Ruheständler benötigen Unterstützung, ein Coaching, um sich darüber klar zu werden, was sie mit ihrer vielen Zeit anfangen sollen. Die Lebenszeit wird immer länger und diese Zeit will sinnvoll und mit Spaß verbracht sein. Da gilt es, Motivforschung zu betreiben. Und dann muss für den Spaß im Alter auch die finanzielle Grundlage geschaffen werden.

Das hat auch die Finanzbranche erkannt und wendet sich verstärkt der attraktiven Zielgruppe der Best Ager zu. Was sollte finanzielle Ruhestandsberatung leisten?

Da warten viele Herausforderungen: Null-Zinsen, Immobilienblase, richtige Wohnortwahl unter dem Gesichtspunkt einer funktionierenden Infrastruktur, Finanzierung von Pflegeleistungen – um nur einige Grundpfeiler einer umfassenden Finanzberatung für den Ruhestand zu nennen. Und diese Aufzählung zeigt schon, dass der moderne Ruhestandsplaner vor viel stärkeren Anforderungen steht: er muss sowohl Versicherungen, Anlagen, Kredite, als auch Immobilien “können” – oder auf ein funktionierendes Kollegen-Netzwerk zurückgreifen.

Passt die Produktwelt der Versicherungs- und Finanzbranche zu den Bedürfnissen der Zielgruppe 50plus?

Im Produktbereich gibt es bereits gute Ansätze, die der Bundesverband Initiative 50Plus ja auch schon zum Teil mit einer Verbraucherempfehlung fördert. Generell fehlen mir noch zwei wichtige Aspekte: mehr Anlagen in Aktien und mehr Honorarberatung. Das ist aber – so viel weiß ich schon – nicht nur eine Frage der Produktlieferanten, sondern auch der Argumentationskraft der Berater und der Akzeptanz durch die Kunden.

Was möchten Sie Beratern mit auf den Weg geben, die sich auf die Generation 50plus spezialisieren?
Berater, die wirklich nachhaltig Erfolg bei den Best Agern haben wollen müssen wissen, wie die Generation 50plus “tickt”, was den Menschen 50plus – neben der finanziellen Absicherung seines Lebensstandards im Alter – wichtig ist. Diese Ansprache, die Lösung von Anforderungen, die diese anspruchsvolle, kritische, kaufkräftige Zielgruppe stellt, bringt den Erfolg bei den Kunden und führt zu Empfehlungsgeschäft.

Interview: Julia Böhne

Foto: www.martinjoppen.de

 

Mehr aktuelle Artikel:

GKV: Die Top-Kassen für Sparfüchse und Anspruchsvolle

Versicherungsvertrieb am Scheideweg

ETF-Investments: Diese Risiken sieht die Bafin

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeder zweite Versicherer Opfer von Cyber-Kriminalität

Die Fälle von Cybercrime in der Versicherungsbranche häufen sich. Mehr als jeder zweite Versicherer (53 Prozent) war in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer von Cybercrime.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise entwickeln sich extrem unterschiedlich

Im vergangenen Jahr haben sich die Wohneigentumspreise in Deutschland überaus heterogen und weitestgehend verhaltener als im Vorjahr entwickelt. Das vermeldet aktuell der Immobilienverband IVD.

mehr ...

Investmentfonds

Raum für eine staatliche Kryptowährung?

Schweden plant, im nächsten und übernächsten Jahr die e-krona einzuführen. Darüber, ob man eine von der Zentralbank initiierte Kryptowährung braucht, sprachen Kerstin af Jochnick von der schwedischen Zentralbank und Professor Sandner von der Frankfurt School of Finance. Die ersten Eindrücke vom Faros Institutional Investors Forum.

mehr ...

Berater

Mitarbeiterpotenzial voll ausschöpfen

Unternehmen bleiben profitabel, solange sie ein erfolgreiches Vertriebsmanagement mit engagierten Mitarbeitern besitzen. Schätzungen zufolge geben Firmen daher pro Jahr 1.000 Euro pro Arbeitnehmer im Rahmen von Schulungsmaßnahmen aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Et hätt noch immer jot jejange: Wirtschaft unvorbereitet auf Brexit

Laut Theresa May ist der Gordische Knoten bei den Brexit-Verhandlungen durchschlagen. Ob der Kompromiss das britische Parlament passiert, darf bezweifelt werden, bringen sich doch Mays Gegner bereits in Position.

mehr ...