Altersvorsorgedepot: Initiative „Nicht einfach klicken!“ startet

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Foto: BCA
Frank Ulbricht, BCA

Die Reform der privaten Altersvorsorge verändert die Anforderungen an Vermittler und Kunden. Ein neues Whitepaper des „ThinkTank VorsorgeVertrieb“ untersucht, welche Rolle Beratung beim Zusammenspiel von Versicherung und Investment spielen soll. Dabei geht es um mehr als die staatliche Förderung.

Mit dem geplanten Ende der Riester-Rente und dem Start des neuen Altersvorsorgedepots zum 1. Januar 2027 steht die private Altersvorsorge vor Veränderungen. Vor diesem Hintergrund hat der Maklerpool BCA gemeinsam mit Partnern aus Versicherung, Investment und Maklerschaft die Initiative „ThinkTank VorsorgeVertrieb“ gegründet. Sie will sich mit Produkten, Beratungsansätzen und der Kommunikation rund um die private Vorsorge beschäftigen.

Unter dem Titel „Nicht einfach klicken! – Warum Beratung zur Altersvorsorge unverzichtbar bleibt“ hat die Initiative nun ein Whitepaper veröffentlicht. Auf rund fünf Seiten fasst es die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit zusammen und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen auf die Beratung.


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„Es ist gut zu sehen, dass das neue Förder-Regime den Fokus auf die hohe Bedeutung privater Vorsorge lenkt“, sagt Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA. „Dass die beteiligten Unternehmen trotz ihrer unterschiedlichen Perspektiven und Interessen eine gemeinsame Einschätzung gefunden haben, zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Perspektive ist, um die individuellen Bedürfnisse richtig zu bedienen.“

Altersvorsorgedepot verändert die Beratung

An dem ThinkTank beteiligen sich neben der BCA die Bayerische, Fidelity International, Franklin Templeton, HdB Haus der Berater, Mando Finanz und Volkswohl Bund. Nach Einschätzung der Initiative sollte bei der privaten Vorsorge nicht das einzelne Produkt im Mittelpunkt stehen. Entscheidend seien vielmehr die persönliche Lebenssituation sowie Fragen zu Förderung, Besteuerung, Renditechancen, Risiken und Liquiditätsbedarf.

Das Whitepaper sieht dabei unterschiedliche Kundengruppen: Auf der einen Seite stehen Selbstentscheider, die beispielsweise über Neobroker oder ETF-Sparpläne investieren. Auf der anderen Seite stehen Kunden, die eine strukturierte Beratung in Anspruch nehmen. Nach Auffassung der Autoren benötigen beide Gruppen belastbare Informationen als Grundlage ihrer Entscheidungen.

Das geplante Altersvorsorgedepot betrachtet die Initiative als zusätzliche Option, die zugleich neue Abwägungen erforderlich macht. Dazu gehört die Entscheidung zwischen geförderter und ungeförderter Vorsorge ebenso wie die Frage, ob Versicherungslösungen, Depotprodukte oder eine Kombination aus beiden Ansätzen zur individuellen Situation passen.

Versicherung und Investment stärker verzahnen

Einen weiteren Schwerpunkt legt das Whitepaper auf die Kosten und den Wert von Beratung. Die Initiative spricht sich dafür aus, Beratungsleistungen und deren Vergütung transparent zu kommunizieren. Zugleich plädiert sie dafür, Versicherung und Investment nicht als Gegensätze zu betrachten, sondern abhängig von Lebensphase, Risikoprofil und Liquiditätsbedarf miteinander zu kombinieren.

Für die Entwicklung entsprechender Lösungen setzt der ThinkTank auf die Zusammenarbeit von Versicherern, Investmentgesellschaften, Vertrieben und Maklerpools. Die beteiligten Unternehmen wollen dabei unterschiedliche Perspektiven aus Produktentwicklung, Vertrieb und Beratung zusammenführen.

Die Veröffentlichung des Whitepapers bildet den Auftakt für weitere Aktivitäten. In den kommenden Monaten sind Experten-Workshops mit Vertretern aus Versicherung, Investment, Pools und Maklerschaft vorgesehen. Dabei sollen konkrete Beratungs- und Produktansätze entwickelt werden. Zudem will die Initiative Informationen zur Ausgestaltung, Beratung und zu den Rahmenbedingungen der künftigen Vorsorgeoptionen sammeln und durch Fachbeiträge der beteiligten Unternehmen ergänzen.


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